Herma-Etiketten für schwierige Oberflächen

22.07.2014

© Foto: Herma
Es gibt sie noch, die Oberflächen, die große Probleme bereiten bei der Etikettierung. Zu rau, zu gummiartig oder zu unregelmäßig sorgen sie dafür, dass konventionelle Etiketten schnell wieder abfallen oder gar nicht erst haften bleiben. Und sofern für einige problematische Oberflächen tatsächlich taugliche Haftleber verfügbar sind, wird ihre Verarbeitung z. B. beim Stanzen oder Verspenden häufig von unangenehmen Nebenwirkungen wie etwa Klebstoffbluten und stärker verschmutzten Werkzeugen begleitet.

Dank der innovativen Mehrschichttechnologie hat Herma jetzt einen weichmacherfreien Dispersionshaftkleber auf Acrylatbasis entwickelt, der ein ungewöhnlich breites Spektrum an „schwierigen“ Oberflächen abdeckt. Dennoch besticht der Kleber mit der Bezeichnung 65Tpc durch seine hervorragenden Verarbeitungseigenschaften. So unterschiedliche Materialien wie Polyurethan und Polystyrol (Styropor), raue PE-Kanister, Reifen, Metallgussteile und Holzpaletten stellen damit keine Herausforderungen mehr dar.

„Im Fokus stand zunächst die Etikettierung von Reifen“, sagt Herma-Entwicklungschef Dr. Ulli Nägele. „Das Problem ist dort – wie bei vielen Kunststoffen – die sogenannte niederenergetische Oberfläche, erst recht in Verbindung mit den Russpartikeln im Reifenmaterial.“ Damit darauf etwas haften bleibt, war es bislang meist unumgänglich, Schmelzhaftkleber auf Kautschukbasis für den Haftverbund zu verwenden, und zwar mit einem hohen Klebestoffauftrag. Genau das führte jedoch bei der Verarbeitung zu Etiketten und bei ihrer Verspendung immer wieder zu Komplikationen.

„Der Haftkleber Herma 65Tpc hat zwar ebenfalls ein recht hohes Auftragsgewicht. Aber eine spezielle Zwischenschicht sorgt für eine hohe Kohäsion, also den inneren Zusammenhalt des Klebers. Das reduziert das Klebstoffbluten entscheidend. Klebstofffreie Zonen und Kanten sind deshalb nicht notwendig“, so Dr. Nägele. Da es sich um einen Dispersionshaftkleber handelt, der keine Weichmacher enthält, wird zudem weder das Oberflächen- noch das Etikettenmaterial angegriffen bzw. durchfettet.

Vor allem stellte sich bei der Entwicklung schnell heraus, dass der 65Tpc aufgrund seiner extrem hohen Anfangs- und Endhaftung neben den Reifen auch als Problemlöser für viele andere kritische Oberflächen ideal geeignet ist. Neben den bereits genannten kommen zum Beispiel noch weitere hinzu wie verschiedene Kunst- und Schaumstoffe, Alu Riffelblech, Beton, Teppichrückseiten und sogar Obstsorten mit rauer Schale wie etwa Cantaloupe- und Netzmelonen. Denn der 65Tpc hat eine ISEGA-Freigabe für trockene, feuchte und nicht-fettende Lebensmittel. Erhältlich ist der Haftkleber 65Tpc in Verbindung mit einer Reihe von Papier- und Folienmaterialien. 

Die Herma GmbH mit Hauptsitz in Filderstadt ist ein führender europäischer Spezialist für Selbstklebetechnik. Die Unternehmensgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 in den drei Geschäftsbereichen Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen mit 850 Mitarbeitern einen Umsatz von 261,2 Mio. €. Der Exportanteil lag bei über 55 %.



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BU: Mit dem neuen Herma Haftkleber 65Tpc haften Etiketten auf einem breiten Spektrum „schwieriger“ Oberflächen – weichmacherfrei und ohne Klebstoffbluten.

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