Einwegkunststoff-Verbotsverordnung
EPS-Transportboxen für Fisch, Eis und Torten nicht betroffen

13.11.2020 Das Verbot betrifft konkret Lebensmittelverpackungen aus expandiertem Polystyrol für den Sofort-Verzehr (To-Go-Verpackungen).

EPS-Boxen für Frischfisch fallen nicht unter das Verbot.
© Foto: IK
EPS-Boxen für Frischfisch fallen nicht unter das Verbot.

Am 6. November 2020 hat der Bundesrat die Einwegkunststoff-Verbotsverordnung verabschiedet, durch die die Produktverbote der EU-Einweg-Kunststoffprodukte-Richtlinie in Deutschland umgesetzt werden. Die Verordnung sieht u.a. vor, dass bestimmte Lebensmittelverpackungen für den Außer-Haus-Verzehr (To-go-Verpackungen) ab 3. Juli 2021 in Deutschland nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen. In der Berichterstattung über die Verordnung wird in diesem Zusammenhang häufig von Verpackungen aus Styropor oder Schaumkunststoffen gesprochen. Um Missverständnissen vorzubeugen, stellt die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen im Folgenden klar, welche Produkte in diesem Segment zukünftig verboten sind – und welche weiter genutzt werden können:

Zukünftig verboten sind Einwegkunstoff-Lebensmittelbehälter aus expandiertem Polystyrol, wenn das darin enthaltene Lebensmittel

1. dazu bestimmt ist, unmittelbar verzehrt zu werden, entweder vor Ort oder als Mitnahme-Gericht, und

2. in der Regel aus dem Behältnis heraus verzehrt wird und

3. ohne weitere Zubereitung verzehrt werden kann.

Neben diesen To-go-Verpackungen sind auch Getränkebehälter und Getränkebecher aus expandiertem Polystyrol zukünftig nicht mehr erlaubt.

Andere EPS-Verpackungen sind laut IK von dem Verbot ausdrücklich nicht betroffen. In einem überarbeiteten Entwurf für Leitlinien zur einheitlichen Auslegung der Richtlinie habe die EU-Kommission explizit klargestellt, dass beispielsweise EPS-Boxen für Frischfisch und Fleisch, Eis und Torten nicht unter das Verbot fallen.


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