Übernahme
KIPA übernimmt Fertigungsbetrieb aus Sachsen-Anhalt

10.08.2018 Die KIPA Kisten + Paletten GmbH, eine neu gegründete Tochter der alteingesessenen KIPA Industrie-Verpackungs GmbH mit Hauptsitz in Bielefeld, hat Anfang Juli die Betriebsstätten der GKU Gesellschaft für komplexe Unternehmenslogistik mbH in Mansfeld OT Großörner inklusive einer Betriebsstätte in der Stadt Seeland OT Nachterstedt übernommen.

Lagerung von Kisten und Kistenteilen.
© Foto: KIPA Kisten + Paletten
Lagerung von Kisten und Kistenteilen.

Beide Unternehmen befinden sich in Sachsen-Anhalt und beschäftigen sich mit der Fertigung von Sonderpaletten, Kabeltrommeln und Kisten sowie der Verpackung von Industriegütern für den Export. „Wir freuen uns, einem Großteil der bisherigen Mitarbeiter/-innen nun bei der KIPA eine neue berufliche Zukunft bieten zu können. Die übrigen Kolleginnen und Kollegen hatten bereits lange vor der Übernahme durch uns neue Stellen gefunden oder waren in den Ruhestand gegangen“, so Frank Miles, der gemeinsam mit Torsten Wolf die Geschäftsführung bei KIPA Kisten + Paletten innehat.

 

Gegründet wurde die übernommene GKU im Jahr 1992. Aufgrund von internen Umstrukturierungen beschloss die Geschäftsleitung der GKU im Jahr 2017, die Geschäftstätigkeit und die Produktion Mitte 2018 einzustellen. „Allen GKU-Mitarbeitern wurde Ende 2017 zu Mitte 2018 gekündigt. Gleichzeitig versuchte man in Sachsen-Anhalt, einen Käufer für die GKU zu finden, was aber mehrfach scheiterte“, so Frank Miles. „Nachdem wir im Frühjahr 2018 von der Schließung beziehungsweise dem Verkauf erfahren haben, entschlossen wir uns nach einer intensiven internen Prüfung, mit der Geschäftsleitung der GKU Kontakt aufzunehmen. Ausschlaggebend waren steigende Anfragen nach unterschiedlichen Transportmitteln. Die GKU stellte hier eine perfekte Ergänzung zu dem bestehenden Portfolio der KIPA dar. Es folgten sehr intensive Verhandlungen, da uns das Zeitschwert Mitte des Jahres im Nacken hing“, ergänzt Torsten Wolf und führt weiter aus: „Ab Mitte 2018 wären die Mitarbeiter von der GKU alle arbeitslos gewesen. Zum Zweck der Rettung der Arbeitsplätze und der raschen Übernahme der Betriebsstätten der GKU gründeten wir deshalb das neue Unternehmen KIPA Kisten + Paletten GmbH.“

 

Innerhalb von zehn Wochen wurden die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen und am 19. Juni 2018 der Kaufvertrag unterschrieben. „Dank großer Anstrengungen aller Beteiligten auf beiden Seiten konnten 44 Arbeitsplätze erhalten werden“, freuen sich Miles und Wolf. Beiden war es wichtig, nicht nur ein einmaliges positives Signal an die Mitarbeiter und in die Region zu senden, sondern auch Perspektiven aufzuzeigen. Daher sei es darüber hinaus das Ziel des Unternehmens, die Geschäfte in Mansfeld und Seeland auszubauen und weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Dazu gehört für die KIPA, die seit 1980 auf dem Markt agiert und über weitreichende Erfahrungen im Bereich der industriellen Verpackung von Exportgütern für den weltweiten Export verfügt, auch ein Stück weit Kontinuität. So stand es außer Frage, dass die neue KIPA Kisten + Paletten GmbH – wie auch ihr Vorgänger die GKU und wie der Bielefelder Mutterkonzern mit seinen weiteren Niederlassungen in Hannover und Magdeburg – Mitglied im Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. wird. „Das ist ein wichtiges Signal an die ehemaligen Kunden der GKU und auch an die Bestandskunden der KIPA. Zudem können wir all unseren Kunden – und wir freuen uns auf den neuen, gemeinsamen Weg – ein noch größeres Produktspektrum anbieten“, so Miles und Wolf abschließend.

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