Erstes EPAL-Paletten-Symposium in Ungarn

10.06.2014

© Foto: EPAL
Die aktuelle und künftige Entwicklung des offenen Palettentauschpools in Ungarn, die Qualität der EPAL-Europalette und moderne Anwendungsmöglichkeiten wie die RFID-Technologie oder die neue Paletten-App diskutierten rund 50 Experten und Praktiker auf dem ersten Paletten-Symposium der European Pallet Association e. V. (EPAL) am 5. Juni 2014 in Budapest. Ziel des Symposiums war es, Partnerschaften und Netzwerke zwischen den Verwendern zu erweitern sowie die Präsenz der EPAL-Europalette im ungarischen Markt weiter zu erhöhen.

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse. Es zeigt, dass die EPAL-Europalette und der offene Palettentauschpool nicht nur für Paletten-Hersteller und -Reparateure, sondern auch für die Verwender aus Handel und Industrie ein wichtiges Thema ist“, sagte Martin Leibrandt, CEO der EPAL. Die EPAL-Europalette sei ein vielseitiger, belastbarer und ökologisch nachhaltiger Ladungsträger, der aufgrund der strengen Qualitätskontrollen ein hohes Vertrauen der Verwender genieße.

Ein Thema, das von den Teilnehmern, darunter auch Vertretern der ungarischen Bahn MÁV, aufmerksam verfolgt und am Rande der Veranstaltung diskutiert wurde, war die Produktion und Reparatur der EPAL-Ladungsträger nach einheitlich strengen Kriterien durch lizenzierte Unternehmen. „Das garantiert die uneingeschränkte Tauschfähigkeit“, betonte Leibrandt. Unangemeldete Kontrollen durch die unabhängige Prüfgesellschaft Bureau Veritas bei den Herstellern und Reparateuren sichern die Qualität. „Mit dieser Qualität entspricht die EPAL-Europalette allen Anforderungen der ungarischen Wirtschaft. Wir wollen deshalb weitere Lizenznehmer in Ungarn gewinnen, um das flächendeckende Netz von Hersteller- und Reparaturbetrieben weiter auszubauen“, sagte Leibrandt. In diesem Zusammenhang äußerten viele Verwender ihr Unverständnis, dass die MÁV die uneingeschränkte Tauschfähigkeit noch immer nicht akzeptiere.

Während Joachim Buerhop, Commercial Manager Transport & Logistics Services von Bureau Veritas, über die Qualitätskontrollen der Prüfgesellschaft informierte, berichtete Almási Gyula vom ungarischen Zollamt über aktuelle Strategien gegen Paletten-Fälschungen. Karmazin György von Magyar Logisztikai, Beszerzési és Készletezési Társaság (MLBKT) fokussierte in seinem Vortrag die Rolle der lokalen Spediteure und Logistikdienstleister für die ungarische Wirtschaft.

Über die modernen Verwendungsmöglichkeiten von EPAL-Europaletten mit RFID-Technologie berichtete Dr. Volker Lange, Leiter Verpackungs- und Handelslogistik, AutoID und RFID vom Fraunhofer Institut. Die eindeutige Identifizierung in Verbindung mit zielgenauer Ortung und Bewegungsverfolgung treiben die Wirtschaftlichkeit für Verwender weiter voran. Zudem präsentierte Lange eine innovative Smartphone-App zum automatisierten Erfassen von Europaletten.

Mithilfe der Kamerafunktion erfasst die Applikation automatisch die Anzahl gestapelter Europaletten und stuft die Holzladungsträger zugleich in die Qualitätsklassen A, B oder C ein. „Die App erleichtert die tägliche Arbeit an der Rampe, beschleunigt die Abläufe und vermeidet Diskussionen über
die Qualitätsklasse der Europaletten“, sagte Lange.

EPAL European Pallet Association ist der 1991 gegründete Dachverband der lizenzierten Hersteller und Reparateure von EPAL/EUR-Paletten und -Gitterboxen. Seit dem 1. August 2013 lässt EPAL unter ausschließlicher Lizenz Europaletten mit dem EPAL-Logo auf vier Eckklötzen produzieren und reparieren. EPAL ist weltweit verantwortlich für die gleichbleibende Qualität der EPAL-Ladungsträger und setzt dabei auf unabhängige externe Qualitätsprüfung. EPAL wird in 14 Ländern durch eigene Nationalkomitees vertreten, die sich der nationalen Umsetzung der EPAL-Ziele verpflichtet haben.


BU: Martin Leibrandt, CEO EPAL, erläutert den offenen Palettentauschpool.

Foto: EPAL


www.epal-pallets.org
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