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Das leisten HPE-Betriebe in Krisenzeiten

18.06.2020 Die Corona-Krise hat die weltweite Wirtschaft fest im Griff. Nur sehr langsam beginnt die Situation sich zu normalisieren. Trotz aller Widrigkeiten planen HPE-Betriebe selbst unmöglich erscheinende Projekte und setzen diese mit Hingabe um.

Die Planung der Verpackungen und der anschließende Transport verdienen den Begriff „Perfekte Millimeterarbeit“.
© Foto: HPE/Noack
Die Planung der Verpackungen und der anschließende Transport verdienen den Begriff „Perfekte Millimeterarbeit“.

„Es ist bewundernswert, was unsere Mitglieder auch unter schwierigsten Bedingungen auf die Beine stellen. Sie verwenden das Wort ‚Dienstleister‘ nicht nur, sie leben es auch“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V., Marcus Kirschner.

Ein Beispiel für außergewöhnliche Transporte in Krisenzeiten: Ein Verpackungsprojekt der Noack GmbH aus Iphofen. Die Mitarbeiter des Unternehmens haben in wochenlanger Kleinarbeit einen Transport von Maschinen nach Hangzhou in China geplant und vorbereitet – aber nicht irgendeinen Transport: Er umfasst 15 Packstücke mit einem Gewicht von insgesamt 93 Tonnen und einen Werk-zeug-Container. Das Highlight: Zwei Transportkisten hatten eine Außenhöhe von 4,16 Metern und ein Gewicht von jeweils rund 20 Tonnen. „Bei der Beauftragung konnten wir die CAD-Daten des Maschinenbauers in unsere Konstruktion einfließen lassen. Bei so einem Projekt war das ein wichtiger Schritt für die weitere Planung im Bereich ‚Fertigung, Verpackungsdienstleistung und der Logistikplanung‘“, so Johannes Noack, Geschäftsführer Produktion und Logistik.

Als das Verpacken erledigt war, stand die nächste Herausforderung vor der Tür – oder besser vor dem Tor: „Der Transport war Millimeterarbeit. So hatten wir bereits kurz nach Verlassen des Werksgeländes einen Torbogen zu passieren, den der Tieflader voll abgesenkt durchquert hat. Oben und an den Seiten war nur gut eine Handbreit Platz“, so Noack. Außerdem habe man auch die komplette Logistikabwicklung bis nach Hangzhou mit Partnerunternehmen übernommen und das sei nicht frei von Stolpersteinen gewesen. Markus Noack, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, ergänzt: „In der Angebotsphase hat uns Covid-19 fast einen Strich durch die Rechnung gezogen. Alle Angebote und Daten bis zum Hafen Ningbo in China konnten wir frühzeitig klären. Allerdings war der Nachlauf ab Ningbo bis Hangzhou unsere größte Herausforderung. Zu dieser Zeit war China stark von Corona betroffen und wir haben gut fünf Wochen länger mit der Abgabe des Angebotes planen müssen. Das hat sich natürlich auch auf unsere Terminschiene ausgewirkt“, so der Verpackungsexperte.

„Anfang Mai ging der Transport von Hamburg aus mit dem Schiff auf die Reise und wir sind froh, dass alles doch einigermaßen reibungslos verlaufen ist“, freut sich der Unternehmer. Dem kann sich HPE-Geschäftsführer Kirschner nur anschließen: „Auch inmitten widriger Umstände wie der weltweiten Corona-Pandemie schaffen es unsere Betriebe stets, ihre Kunden aus dem In- und Ausland nicht nur zufrieden zu stellen, sondern auch außergewöhnliche Aufträge bis ins Detail genau zu planen und umzusetzen – das ist aller Ehren wert.“

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