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Sicher um die Welt reisen

30.04.2019 Mal eben eine große Industriemaschine nach Indien befördern? Aber sicher! Klingt vom Gewicht her schwer, aber von der Verpackung her relativ einfach. Das ist es aber keinesfalls, denn auf eine maßgenaue, hochstabile Verpackung kommt es hier ganz besonders an.

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft: Exportverpackungen müssen höchsten Anforderungen an Stabilität und Sicherheit genügen.
© Foto: HPE
Zu Lande, zu Wasser und in der Luft: Exportverpackungen müssen höchsten Anforderungen an Stabilität und Sicherheit genügen.

„Eine gute Planung und Organisation des Transports eines Exportgutes, aber auch die Beschaffung und der Einsatz hochwertiger Materialien sind das A und O. Ohne gute Vorbereitung funktioniert ein Transport, der auf dem Wasser, in der Luft oder über weite Strecken auf dem Landweg durchgeführt wird, auf keinen Fall. Sicherheit und Qualität sind die obersten Prämissen auch bei der Fertigung der Transportkisten.

Dies erfordert den Einsatz von hochwertigen Materialien und ausgesuchtem Holz. Angesichts der aktuellen Kalamitätssituation können die HPE-Mitglieder gerade hier dank ihrer besonderen Erfahrung punkten“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V., Marcus Kirschner.

 © Foto: Maersk Line, Kopenhagen

Exportverpackungen lassen sich gut mit einem Maßanzug vergleichen: Kein Packgut gleicht dem anderen und jeder Winkel und jede Rundung muss bestmöglich vor Beschädigungen durch auftretende Kräfte oder klimatische Veränderungen geschützt werden.

 © Foto: Gebr. Robers GmbH

„Gefragt sind für Exportgüter unter anderem Sonderpaletten und hochstabile Schwergutkisten aus widerstandsfähigen, qualitativ einwandfreien Hölzern. Letztere sind aktuell auf dem Markt allerdings nur mit großem Aufwand zu beschaffen. Qualitativ minderwertiges Holz, das derzeit wegen der Kalamitätssituation – also zum Beispiel große Waldschäden durch Sturm und extreme Trockenheit – verstärkt auf den Markt kommt, ist für unsere Unternehmen unbrauchbar. Der Frischholzeinschlag ist überwiegend gestoppt, was die Verfügbarkeit notwendiger Qualitäten stark beeinflusst. Das erzwingt entweder ein Umschwenken auf andere Sortimente, die zum Beispiel aber auch vom Baubereich sehr stark nachgefragt sind, oder das Holz muss vor der Weiterverarbeitung aufwendig und penibel aussortiert werden“, verdeutlicht Kirschner die Herausforderungen der aktuellen Rohstoffsituation.

Schließlich obliegt es der Produktverantwortung des Holzpackmittelherstellers, durch Qualität für Sicherheit zu sorgen. „Das liegt selbstverständlich auch im Interesse der Kunden, die durch die positive CO2-Bilanz von Holzpackmitteln auch noch was für das Klima tun“, erklärt der HPE-Geschäftsführer. Dabei ist es gleich, ob es sich um Standardgrößen oder um bis ins kleinste Detail auf das Stückgut zugeschnittene Verpackungen oder Paletten handelt. „Man muss sich nur vorstellen, zu welchen Beschleunigungskräften es kommt, wenn zum Beispiel ein Lastwagen stark bremsen muss, ein Schiff bei rauer See hin- und herschaukelt oder ein Flugzeug startet beziehungsweise landet. Die dafür benötigten stabilen und rutschfesten Verpackungen – mit Holz, das gegenhält – werden von unseren Mitgliedern mit viel Know-how, jeder Menge Energie und ausgesuchten Materialien bestmöglich hergestellt“, so Kirschner.
 © Foto: Carl Gluud GmbH & Co. KG

Allerdings gehe es dabei nicht nur um die Sicherheit des Packgutes: „In unserem Fokus steht vor allem die Sicherheit all jener, die mit den transportierten Produkten tagtäglich umgehen. Dazu zählen natürlich auch die Mitarbeiter der HPE-Betriebe und die Staplerfahrer und Fachkräfte, die die weltweiten Transporte begleiten und vor Ort abwickeln“, so der HPE-Geschäftsführer und führt abschließend aus: „Holzpaletten und -verpackungen bewegen die Welt. Rund 85 Prozent des weltweiten Gütertransports erfolgen auf oder in Holzverpackungen und sichern damit wichtige Arbeitsplätze in ländlichen Regionen in der Forst- und Holzwirtschaft und bei den Kunden in allen Industrie- und Wirtschaftszweigen. Lieferketten funktionieren ohne Holzpackmittel nicht und das gilt einmal mehr für das weite Feld hölzerner Exportverpackungen für den Versand rund um den Globus.“

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