HPE / Allgaier
Drei Bearbeitungszentren für die USA

03.12.2019 So ein Projekt wickelt die Allgaier GmbH aus Neu-Ulm auch nicht jeden Tag ab: Drei große Bearbeitungszentren für die Automobilindustrie mussten verpackt und per Flugzeug in die USA befördert werden. Keine Kleinigkeit, denn die Anlagen wiegen – auf diverse überhohe und überbreite Kisten verteilt – rund 90.000 Kilogramm oder 90 Tonnen.

Das schwere, aufwändig verpackte Stückgut wird zum Flughafen Stuttgart transportiert und professionell in die Antonov 124 verladen.
© Foto: HPE/Allgaier GmbH
Das schwere, aufwändig verpackte Stückgut wird zum Flughafen Stuttgart transportiert und professionell in die Antonov 124 verladen.
Im August 2019 ging das Projekt los: Der Auftrag lautete, drei bei einem schwäbischen Kunden hergestellte Bearbeitungszentren für die Automobilindustrie fachgerecht zu verpacken und zeitnah in die USA zu befördern. „Zeitnah war dabei wörtlich zu verstehen. Bereits Ende Oktober sollten die Anlagen in den USA im Automobilbereich die Arbeit aufnehmen“, so der Geschäftsführer der Allgaier GmbH, Frank Bolz. Gesagt getan: Die Mitarbeiter der internen Transportabteilung von Allgaier fuhren im August 2019 beim schwäbischen Anlagenbauer vor und holten das Packgut ins Allgaier-Werk nach Neu-Ulm. Dort wurde gemeinsam mit dem Lademeister der gecharterten Airline mittels CAD-Programm für alle Bauteile die passende Holzverpackung geplant, statisch berechnet und produziert. „Wir konnten dank der genauen Berechnung die Kistenböden ab Werk mit Bohrungen und Gewindebolzen versehen, an welchen die teilweise bis zu 14 Tonnen schweren Maschinen sicher befestigt wurden. Zusätzlich kamen starke Spanngurte zum Einsatz, mit denen die Maschinen in den insgesamt 18 Luftfrachtkisten verzurrt wurden“, so Bolz.

Dies stellte sicher, dass die bei dem Transport mit der gecharterten Antonov auftretenden Kräfte von bis zu 6 G und der bei diesem Flugzeugtyp fehlende Druckausgleich den transportierten Maschinen nichts anhaben konnten. „Per in der Antonov eingebautem Kran mussten die Kisten dann ins Flugzeug geladen werden. Damit sie das aushalten, haben wir sie im Inneren mit stabilen Hölzern zusätzlich versteift“, so Bolz über das aufwändige Projekt. Anfang Oktober ging es dann mit sechs Sonderfahrzeugen mit Be-gleitfahrzeug zum Flughafen Stuttgart, wo die Antonov 124 bereits nach acht Stunden konzentrierter Verladung in Richtung USA abheben konnte. „Ein wirklich beeindruckendes Projekt, das die unglaubliche Leistungsfähigkeit unserer Branche eindrucksvoll belegt. Teil 2 des Allgaier-Projekts mit identischem Ablauf ist bereits in Planung“, so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V., Marcus Kirschner, abschließend.
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