Am Standort Bad Ems
Heuchemer Verpackung investiert in neues Verarbeitungszentrum

20.08.2020 Zum hundertjährigen Jubiläum investiert das mittelständische Verpackungsunternehmen Heuchemer Verpackung in ein neues, vollautomatisches Verarbeitungszentrum für seinen Standort in Bad Ems.

Das neue, vollautomatische Verarbeitungszentrum in Bad Ems.
© Foto: Heuchemer Verpackung
Das neue, vollautomatische Verarbeitungszentrum in Bad Ems.

Dort werden maßgefertigte, hochwertige Sonderverpackungen aus Holz hergestellt. Zum Produktportfolio gehören Sonderpaletten, Transportkisten, Exportverpackungen sowie Schwerlastkisten und Transportböcke. Die Anforderungen der Kunden, vor allem im Segment der Sonderpaletten und Transportkisten, stiegen in den letzten Jahren deutlich in ihrer Komplexität und Bearbeitung, um die hochwertigen Güter aus der Baumaschinen-, Maschinenbau- und Dentalbranche sicher auf den Transportweg zu bringen. Zudem erweiterte sich das Produktsegment durch mehrfach verwendbare Kistenbausätze, die in ihren Maßen variabel sind, durch Klammern oder Kunststoff-Steckecken zusammengehalten und werkzeuglos montiert werden.

Ziel: Produktionsabläufe digitalisieren

Die gewachsenen Strukturen und handwerklichen Produktionsabläufe galt es nach rund einem Jahrhundert weiter zu automatisieren, zu digitalisieren und somit das Unternehmen für die Zukunft marktgerecht aufzustellen.

Man entschied sich für das 5-Achsen Aggregat ‚Turbo Drive‘ inklusive Bohr- und Fräseinheit, sowie einem integrierten Druckkopf, für Stabholzbearbeitung mit anschließendem Abbund. Als Gegenstück zur Turbo Drive, für die Verarbeitung von Platten-Werkstoffen, wurde das Bearbeitungszentrum ‚SPM2‘ ausgewählt. Sie ist ebenfalls mit integrierten Fräs- und Sägeeinheiten ausgestattet, um technisch anspruchsvolle Verpackungslösungen und verschiedenste Arten von Veredelungsmöglichkeiten umzusetzen.

Neue Konstruktionssoftware eingeführt

Zusätzlich zu den neuen Maschinen wurde eine CAD Konstruktionssoftware eingeführt, um das Verpackungsdesign und die technische Zeichnung aufzubauen. Aus diesen Daten werden die Arbeitsaufträge als CAM Daten in der Hundegger Maschinen-Software ‚Cambium‘ umgerechnet und in die Schnittstellen der Maschinen übertragen. Beide Maschinen geben im Anschluss montagebereite Bausätze aus.

Um das neue Herzstück des Unternehmens technisch abzurunden, investierte das Unternehmen in einen Transferwagen der Firma Minda, für den innerbetrieblichen Transport der Rohware und sanierte die Produktionshalle unter den neuesten energetischen Möglichkeiten. Die Investitionssumme für das Gesamtprojekt belief sich auf etwa 650.000 Euro.

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