Wiederverwendbar und recycelbar
H&M verpackt in Papier

23.12.2020 Die H&M-Gruppe hat ein markenübergreifendes Verpackungssystem mit Tüten aus zertifiziertem Papier entwickelt. Nach dem Öffnen sind die Beutel recycelbar.  Millionen von Paketen haben bereits Kunden erreicht: Getestet wurden die neuen Verpackungslösungen in den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, China, Russland und Australien.

Die H&M-Gruppe testet ein Verpackungssystem aus zertifiziertem Papier.
© Foto: H&M Group
Die H&M-Gruppe testet ein Verpackungssystem aus zertifiziertem Papier.

"Wir führen eine Verpackung ein, die sowohl für den Kunden als auch für die Umwelt besser ist“, sagt Hanna Lumikero, Service Owner und verantwortlich für das neue Verpackungssystem bei der H&M Group. Sie müsse aber noch verbessert werden. Das Unternehmen wolle weiterhin daran arbeiten, die Verwendung von Plastikbeuteln in der gesamten Lieferkette zu ersetzen. „Aber mit der Einführung dieser neuen Mehrmarken-Verpackung schaffen wir eine große Wirkung, indem wir die äußere Plastikhülle durch eine Papierlösung ersetzen. Dies ist ein kleiner Schritt auf einer langen Reise", so Lumikero.

Wie die Unternehmensgruppe mitteilte, wurde die neue Verpackungslösung bislang bei Kunden von COS, Arket, Monki und Weekday eingeführt. Die Marke H&M habe damit begonnen, sie in ausgewählten Märkten zu implementieren. Dies soll in den kommenden Monaten noch ausgebaut werden. Anfang 2021 soll sich außerdem die Marke &Other Stories anschließen und ihre Online-Bestellungen in wiederverwertbaren Papierverpackungen versenden.    

H&M setzt auf nachhaltigere Verpackungen bis 2025

Lumikero geht davon aus, dass sich die Kunden der Gruppe darüber freuen werden, ihre Bestellungen in nachhaltigeren Verpackungen zu erhalten. “Wir werden die Verpackungslösung in allen unseren Marken implementieren", so Lumikero.  Die Verpackungslösung aus Papier soll der H&M-Gruppe helfen, die Ziele ihrer Kreislaufstrategie für Verpackungen zu erreichen. Dazu gehören nach Unternehmensangaben die Reduzierung von Verpackungen um 25 Prozent und die Entwicklung wiederverwendbarer, recycelbarer oder kompostierbarer Verpackungen bis spätestens 2025. Diese Ziele entsprechen dem New Plastics Economy Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation sowie dem Fashion Pact und der Canopy-Initiative Pack4Good. Die H&M-Gruppe hat nach eigenen Angaben bereits die meisten ihrer Plastiktüten in Geschäften entfernt und durch eine zertifizierte Papiervariante ersetzt. Zusammen mit anderen Maßnahmen habe dies zu einer Reduzierung der Kunststoffverpackungen um 4,7 Prozent im Jahr 2019 beigetragen, was mehr als 1.000 Tonnen Kunststoff entspreche.

 

 

 

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