Papstar
Frischfaser- statt Recyclingkarton

22.07.2016

© Foto: Papstar
Verbraucherschutzorganisationen warnen vor schädlichen Mineralölen in Lebensmitteln durch Verwendung von Recyclingkarton für die Verpackung. Das gilt auch für Tortenunterlagen sowie Pappteller und -schalen, die täglich beim Bäcker zum Einsatz kommen. Der Hersteller von nachhaltigem Einmalgeschirr, die Papstar GmbH aus der Eifel, setzt schon seit vielen Jahren auf die Verwendung von FSC–zertifizierter Pappe aus Frischfaser.

Recycling von Papier und Pappe ist eine gute Sache - solange die Recyclingpappe nicht für Lebensmittelverpackungen eingesetzt wird und in direkten Kontakt mit den Lebensmitteln kommt. Denn Pappe aus Altpapier enthält Mineralölreste aus Druckfarben, die auf die Nahrung übergehen können; diese gesundheitsgefährdenden Mineralölstoffe (MOSH/MOAH) stehen unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Davor warnt nicht nur das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), sondern auch die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch: "Der Recyclingprozess für Papier und Kartons, das ist keiner, der auf die Anforderungen des Lebensmittelrechts ausgerichtet wäre, sondern es werden im Grunde alle Papierwaren und Kartonagen dem Papier- und Papprecycling zugeführt. Es geht da um Hochglanzmagazine, um Tageszeitungen, die mit mineralölhaltigen Farben bedruckt sind, die am Ende des Recyclingprozesses immer wieder in solchen Fasern landen, aus denen Kartons für Lebensmittel hergestellt werden", so Matthias Wolfschmidt von Foodwatch*. Zusätzlich ist das Altpapier für den Einsatz für Lebensmittel ungeeignet, da es die gesundheitsschädlichen Weichmacher DIPN (Diisopropylnaphthalin) und DIBP (Diisobutylphthalat) enthält.

Das Problem betrifft nicht nur Verpackungen für trockene Lebensmittel wie beispielsweise Reis, Nudeln, oder Cornflakes, mit Mineralölen kontaminierte Recyclingkartons finden auch in Bäckereien – ob große Kette, eigenständiger Bäcker oder auch Biobäcker – in hohem Maße Verwendung. Kuchen oder Pizza - die Mineralöle zeigen sich schon nach kurzer Zeit durch eine dunkle Einfärbung der Pappunterlage. Dabei gibt es ebenso umweltfreundliche und dazu schadstofffreie Alternativen, die nicht viel teurer sind. Die Rede ist von Papptellern und -unterlagen aus Frischfaserkarton.

Papstar setzt bei seinem Einmalgeschirr seit jeher auf Pappe aus Frischfaserkarton, ein Produkt aus nachwachsenden Forstbeständen, lebensmittelrechtlich unbedenklich und nach der Verwendung biologisch abbaubar bzw. kompostierbar. Die Pappe, die für Papstar pure-Produkte gefertigt wird, stammt von FSC-zertifizierten Fichtenwäldern im Schwarzwald oder in Finnland und wird dort als Rohware auf Rollen produziert. Das Siegel des Forest Stewardship Council signalisiert eine hohe Umweltverträglichkeit des Produkts, denn der verwendete Zellstoff stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Der FSC fördert damit eine umweltfreundliche, sozial förderliche und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung der Wälder weltweit. Die Pappteller selbst werden dann in Deutschland oder in Mitteleuropa produziert. Aus einem Kilo Pappe erhält man 167 Teller in der Größe 13 x 20 Zentimeter.

Leider setzen bisher nur wenige Bäcker Pappteller aus Frischfaserkarton ein, um ihre Kuchen und Torten, Teilchen oder andere Lebensmittel an den Käufer zu übergeben. Viele greifen zum nur unwesentlich günstigeren Pappteller aus Recyclingpappe – auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher. Papstar hat den Test gemacht: Frischfaserpappe sowie Recyclingpappe wurden nur kurze Zeit in Speiseöl eingelegt. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Öl mit der Recyclingpappe färbte sich durch das darin enthaltene Mineralöl bereits nach kurzer Zeit schwarz. Die beste Lösung gegen gesundheitsschädliche Mineralölstoffe in Serviceverpackungen aus Pappe ist also der Einsatz von Frischfaserkarton.

* Quelle: deutschlandfunk.de

www.papstar.de


BU: In Tellern aus Frischfaserpappe sind keine schädlichen Mineralölreste, wie sie in Recyclingpappe zu finden sind

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