Online-Handel: Quantitative Studie
Trend zur umweltfreundlichen Verpackung bleibt – auch online

22.12.2020 Konsumenten würden für eine nachhaltige Verpackung mehr bezahlen. Das geht aus einer quantitativen Studie des Verpackungsunternehmens Mondi und des Forschungs- und Beratungsunternehmens Karmasin Research & Identity hervor. Darin wurde das Online-Konsumentenverhalten untersucht sowie die Ansprüche an Verpackungen in Deutschland, Österreich, Polen, Rumänien und Tschechien beleuchtet.

Zu Weihnachten sind besonders viele Pakete unterwegs.
© Foto: imago images / Xinhua
Zu Weihnachten sind besonders viele Pakete unterwegs.

Laut der quantitativen Studie von Mondi und Karmasin hat die globale Corona-Pandemie den Online-Handel weiter beschleunigt. Was 2020 bleibt, ist der Trend zu nachhaltigen Verpackungen. Dabei sind für die Käufer die wichtigsten Kriterien ein ausreichender Schutz für die bestellte Ware, ein umweltfreundliches Material und eine einfache Entsorgungsmöglichkeit. Diese Ansprüche führen laut Studie dazu, dass in allen untersuchten Ländern Wellpappe-Verpackungen bevorzugt werden. Für die Studie wurden im Herbst 2020 insgesamt 3.052 Verbraucher in Deutschland, Österreich, Polen, Rumänien und Tschechien befragt.

In den Ländern der Studie bestellt fast jeder Zweite (45 Prozent), in Deutschland mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Befragten häufiger online als vor Corona. Gemäß der Studie sind im Jahr 2020 Kleidung und Schuhe die beliebtesten Produkte (in Deutschland 37 Prozent mehr als im Vorjahr), gefolgt von Drogerie- und Parfümerieartikeln, Büchern, Elektrogeräten und Medikamenten. Die Menschen in den Ländern der Studie kaufen nicht nur mehr, fast die Hälfte testet auch neue Online-Shops, Webseiten und Marken aus. Die große Mehrheit (86 Prozent, in allen Altersgruppen) will auch weiterhin über das Internet einkaufen.

Bis zu drei Euro mehr für nachhaltige Verpackung

Während sich die Einkaufsgewohnheiten weiter zugunsten des Online-Handels ändern, bleibt der Fokus auf Nachhaltigkeit. Wie schon im Vorjahr legen in Deutschland 80 Prozent der Befragten Wert auf die umweltfreundliche Entsorgung von Verpackungen, zum Beispiel Recycling oder Wiederverwendung. Mehr als die Hälfte (57 Prozent in allen Ländern, 48 Prozent in Deutschland) bestätigt außerdem bereit zu sein, mehr zu bezahlen (13 beziehungsweise drei Prozent sogar bis zu zwei oder drei Euro), wenn die Online-Waren in Verpackungen geliefert werden, die ihren Anforderungen genügen: ausreichender Schutz, einfache Handhabung und umweltfreundliches Material. Gleichzeitig lehnen die Befragten in allen Ländern überdimensionierte Verpackungen (79 Prozent), ebenso wie zu viel Verpackung (73 Prozent) und eine umständliche Entsorgung und Recycling (78 Prozent) ab, auch leichtes Öffnen und Recycling (78 Prozent) spielt eine wichtige Rolle.

Laut Studienergebnissen sind 57 Prozent der Befragten in Deutschland, Österreich, Polen, Rumänien und Tschechien der Meinung, dass Wellpappe-Verpackungen einfach und umweltfreundlich entsorgt werden können, 22 Prozent bevorzugen flexible Verpackungen und 19 Prozent Kunststoffverpackungen. Der Schutz von Waren in Kartonverpackungen ist für 54 Prozent gegeben, außerdem geben 40 Prozent der Befragten an, Wellpappe-Verpackungen seien leicht zu Öffnen sowie einfach wieder- und weiterverwendbar (42 Prozent).

Der Begriff Unboxing – also das Auspacken an sich – ist in den Ländern der Studie noch nicht sehr bekannt. Von den Befragten hat etwa ein Drittel (35 Prozent) schon davon gehört. 77 Prozent derjenigen, denen Unboxing ein Begriff ist, geben an, dass sie Freude beim Erhalt eines Pakets erlebt haben.

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