Iggesund Paperbord
Materialwahl ist der Schlüssel zum Erfolg

30.05.2018 Den Karton für eine Verpackungslösung lediglich auf der Grundlage des Kilopreises auszuwählen, kann schnell zum Eigentor werden. Was auf den ersten Blick preisgünstig erscheint, kann sich als teurer Spaß erweisen, wenn man auch die Funktionalität des Materials im Produktionsprozess und die Wirkung des Endergebnisses bei der Warenpräsentation im Einzelhandel berücksichtigt.

Nach Meinung von Vincenzo Leara bestimmt die Qualität des Kartonmaterials die Güte der fertigen Verpackung. Dimensionsstabilität und Falze ohne Risse sind wichtige Faktoren bei der Produktion luxuriöser Verpackungen.
© Foto: Iggesund Paperbord
Nach Meinung von Vincenzo Leara bestimmt die Qualität des Kartonmaterials die Güte der fertigen Verpackung. Dimensionsstabilität und Falze ohne Risse sind wichtige Faktoren bei der Produktion luxuriöser Verpackungen.

Als Vincenzo Leara von der Gpack Group gebeten wurde, die Verpackung für die Duftserie Good Girl von Carolina Herrera herzustellen, sollte er das Material vorab testen. Probeläufe für dieselbe Verpackung wurden zunächst mit einem einlagigen Karton durchgeführt und anschließend mit dem mehrlagigen Invercote von Iggesund Paperboard. Nach dem Vergleich der Ergebnisse fiel die Wahl zugunsten von Invercote aus.

Die Herstellung der Verpackungen für Good Girl erfordert 12 verschiedene Produktionsstufen. Dazu gehören u. a. Goldfolienprägung, Prägen, partielle Beflockung, Folienprägung auf der Beflockung, Blindprägen und Stanzen.

Dimensionsstabilität von Bedeutung

„Die Dimensionsstabilität, Haltbarkeit und Rillfähigkeit des Rohmaterials waren in diesem Fall besonders wichtig“, erklärt Vincenzo Leara. „In einem mehrstufigen Verfahren ist die Dimensionsstabilität ausschlaggebend – wenn sich das Material auch nur ansatzweise verschiebt, kann dies in einer späteren Produktionsstufe zu Fehlpassern führen. Dann ist alles verloren - das Material ebenso wie die ganze Arbeit, die man investiert hat.“

Vincenzo Leara ist einer der Menschen, die nicht sofort nur an den Kilopreis eines Materials denken. Stattdessen berücksichtigt er, was man als die Gesamtheit der Kosten einer Investition bezeichnet.

„Mit billigerem und oft geringwertigerem Material sinken natürlich die Materialkosten“, so Leara. „Wenn man aber auch die Maschinenrüstzeit zwischen den verschiedenen Stufen, das Ausschussrisiko und die Gefahr von Produktionsfehlern berücksichtigt, dann kann das teurere und hochwertigere Material sich unter dem Strich schnell als die kostengünstigere Lösung erweisen.“

Inhaberin der Duftmarke Carolina Herrera ist Puig, ein in dritter Generation geführtes Familienunternehmen aus der Mode- und Parfumbranche mit Sitz in Barcelona, das ursprünglich Invercote vorschlug, aber auch die Ergebnisse der Probeläufe berücksichtigen wollte. Die entscheidenden Faktoren waren das Erscheinungsbild der Rillungen und wie gut definiert die Ränder der Beflockung waren. Dies galt für die Verpackung als wichtiger Faktor, um am Verkaufsort zum Blickfang für potentielle Kunden zu werden.

„Im Großen und Ganzen wählen wir unsere Marken in Zusammenarbeit mit unseren Druckpartnern aus, aber die endgültigen Entscheidungen über die Materialien, die verwendet werden sollen, treffen wir“, erklärt Puig.

„Die sichtbaren Unterschiede demonstrieren, wie sich ein einlagiger Karton im Vergleich zu einem mehrlagigen Karton verhält“, so Vincenzo Leara weiter. „Und in meinen Augen hat Invercote bei Struktur und Festigkeit die besten Ergebnisse gezeigt.“

Viele Variationsmöglichkeiten

Der Grund hierfür sind die besseren Variationsmöglichkeiten, die sich aus dem mehrlagigen Produktionsverfahren ergeben, unterstreicht Produktmanager Edvin Thurfjell:

„Wir können die Eigenschaften des Kartons steuern, indem wir die Faserzusammensetzung der unterschiedlichen Lagen variieren. Diese Option steht Herstellern einlagiger Kartons nicht zur Verfügung.“

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