ETMA
Leichtes Wachstum der europäischen Tubenproduktion 2019

06.04.2020 Im Jahr 2019 konnte die europäische Tubenindustrie ihre Gesamtproduktion trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und erheblicher Unsicherheiten in den Märkten weiter ausbauen. Die in der european tube manufacturers association (ETMA) zusammengeschlossenen Unternehmen steigerten ihre Produktion um ein % auf nahezu 11,5 Mrd. Tuben.

© Foto: ETMA
Zufrieden mit dem Jahresergebnis der Mitgliedsunternehmen zeigt sich ETMA Generalsekretär Gregor Spengler: „In Anbetracht der problematischen Rahmenbedingungen auf den Märkten ist das Ergebnis in 2019 beachtlich. Das spricht nicht nur für die Leistungsstärke und Innovationskraft unserer Branche, sondern auch für die wachsende Beliebtheit der Tube bei den europäischen Verbrauchern als zeitgemäße funktionale, verbraucherfreundliche und nachhaltige Verpackung.“

Insbesondere die stabile Nachfrage aus den Bereichen Zahnpflege, Pharmazie und Lebensmittel wirkte sich positiv aus. Hingegen bewegte sich der Kosmetiksektor eher seitwärts, bleibt aber nach wie vor mit deutlichem Abstand der wichtigste Absatzmarkt für Tuben. Er nimmt rund 45 % der gesamten Produktion auf. Danach folgen der Markt für Zahnpasta und der pharmazeutische Sektor mit jeweils gut 20 %. Fast 10 % gehen in die Lebensmittelindustrie, die restlichen rund 5 % entfallen auf Haushaltsprodukte und technisch-industrielle Anwendungen.

Rückgang bei Kunststoff und Aluminium, Wachstum bei Laminat

Mit jeweils rund 3 % rückläufig war der Absatz bei Kunststoff- und Aluminiumtuben. Ausgesprochen positiv entwickelten sich hingegen die Laminattuben, die mit ihrer Absatzsteigerung von knapp 8 % den Tubenmarkt 2019 insgesamt auf dem erfreulichen Wachstumskurs hielten.

Auch das erste Quartal des Jahres 2020 hat durchaus zufriedenstellend begonnen, auch wenn die weltweite Corona-Krise für erhebliche Unsicherheiten sorgt. „Eine verlässliche Prognose für die kommenden Monate ist aufgrund weltweit fragiler Lieferketten in der jetzigen Phase seriös nicht zu treffen, da sich die Rahmenbedingungen jederzeit schnell und dramatisch verändern können“, so Generalsekretär Gregor Spengler.

In jedem Fall genießt die Gesundheit der Mitarbeiter bei den ETMA-Mitgliedsfirmen die höchste Priorität. Hier haben die Unternehmen entsprechende Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Daneben ist auch die Verfügbarkeit von Vormaterialien und Transportkapazitäten für die Aufrechterhaltung der Produktion von elementarer Bedeutung. Ein Reißen der Lieferkette muss in diesem Zusammenhang verhindert werden.
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