Corona
Einweg ist wieder in

19.03.2020 Lieferdienste boomen. E-Commerce ist gefragter denn je. In Zeiten von Kurzarbeit und Home-Office und Warnungen, unbedingt zuhause zu bleiben, stellen Verbraucher ihr Einkaufsverhalten komplett um. Mit Auswirkungen auf Handel und Verpackung. Und quasi über Nacht sind wieder Einweg- und Take-Away-Verpackungen gefragt.

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Auch stellen europaweit Kantinen und Betriebsrestaurants die Essensausgabe von SB- auf Mitnahmelösungen um. Auch die Gastronomie muss auf Take-Away umstellen oder schließen. Die Hersteller und Händler entsprechender Verpackungslösungen spüren bereits eine steigende Nachfrage.

Der Trend zu weniger Einwegbehältnissen, der auch in den Betriebsrestaurants oder Take-Away-Läden Einzug gehalten hatte, kehrt sich in Zeiten von Corona wieder um. Dabei spielt es offensichtlich keine Rolle, welche Materialien eingesetzt werden. Hauptsache es kann schnell geliefert werden.

Für Mitarbeiter, die zwar im Büro oder Produktion arbeiten, aber den gemeinsamen Mittagstisch derzeit meiden, bieten viele Unternehmen nun verstärkt Lunchpakete als Ersatz für die warme Mahlzeit am Mittag. Einige Kantinenbetreiber spielen bereits die Möglichkeit durch, auch warme Speisen bis in die Abteilungen zu liefern – für den Fall, dass Betriebsrestaurants ganz schließen müssten. Ähnliches gilt für die Gastronomie, die momentan in vielen Regionen nur noch Take-Away Angebote ausgeben dürfen.

Der Lieferservice boomt

Von dieser Entwicklung profitieren die Hersteller entsprechender Verpackungslösungen. So berichtet Produzenten von Gastronomiebedarf und Händler von Verpackungen bereits über eine erhöhte Nachfrage. Und die könnte weiter wachsen: Denn das Geschäft mit Lieferservices boomt derzeit allerorten. Unternehmen wie Lieferando oder Domino’s bieten ihren Kunden seit einigen Tagen auch eine kontaktlose Lieferung an.

Vielen Menschen, die Lebensmittelvorräte angelegt haben, weil sie Supermärkte eine Zeitlang meiden möchten, dürften gastronomische Lieferangebote entgegenkommen. Schließlich hat man auch nicht jeden Tag Lust auf Konserven. Auch kleinere Restaurants oder Metzger, die bislang eher wenig Erfahrung mit der Auslieferung haben, könnten dies nutzen, um Umsatzausfälle zu kompensieren. Lokale Anzeigenblätter sind jedenfalls voll von neuen Lieferangeboten – für die dann auch die entsprechenden Transport- und Verpackungslösungen benötigt werden.

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