Aus für Tüten aus recyceltem Plastik
Trigema setzt auf Verpackungen aus Gras

01.04.2020 Diskussionen über Plastikeinsatz und -verzicht gibt es mittlerweile täglich. In diversen Verpackungsmaterialien ist Plastik seit Jahren Haupt- oder zumindest wichtiger Bestandteil. Das Textilunternehmen Trigema denkt eigenen Angaben zufolge bereits länger über nachhaltige Verpackungen als Alternative zu recycelten Plastiktüten nach. Dabei spiele Gras und Karton als Verpackungsmaterial eine große Rolle. Bei Biobiene sei man nun fündig geworden, heißt es aus dem schwäbischen Burladingen.

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Biobiene ist ein deutsches Unternehmen in der Nähe von Dortmund. Als leidenschaftliche Taucher bemerkten die beiden Geschäftsführer Sabine Rother und Marcel Suffrian schnell, dass die Meere immer dreckiger und voller Verpackungsmittel werden, so Trigema. Um diesem Problem entgegenzuwirken, tüftelten Rother und Suffrian jahrelang an plastikfreien Verpackungsmaterialien. 2018 gewannen sie mit ihren nachhaltigen Verpackungen die höchste Auszeichnung des German Brand Award „Best of Best“ Sustainable Brand of the Year 2018.

Einsatz im hausinternen Versand

Seit Februar 2020 setzt Trigema die neuen Verpackungen aus Gras von Biobiene in seinem hausinternen Versand ein. Die Qualität der Verpackung leide dabei überhaupt nicht, heißt es. Im Gegenteil: Stabil durch Wellpappe und umweltfreundlich; sowohl hochwertig, als auch minimalistisch im Design. Das Besondere an diesen Kartons sei, dass kein einziger Baum sterben musste. Das Material setzt sich aus 35 % heimischen Gras und 65 % Altpapier zusammen.

Das Graspapier werde regional gewonnen und im regionalen Werk zu Kartonagen verarbeitet. Die Grasfasern stammten von landwirtschaftlich ungenutzten Grünflächen. Durch die regionale Gewinnung sowie Herstellung in Deutschland, werde – wie auch bei Trigema – viel CO² eingespart. Auch Energie und Wasser könnten durch den nachhaltigen Herstellungsprozess deutlich eingespart werden.

Faltpapier zum Verpacken in den Läden

Die Suche nach den richtigen Verpackungen war laut Trigema nicht einfach, denn richtige Verpackungsmaterialien seien für Unternehmen mit nachhaltigem Image das A und O. Die neuen Verpackungen kämen im Versand zum Einsatz. Auch in den Trigema-Testgeschäften habe man vorsorglich Faltpapier eingeführt, um die Ware darin zu verpacken.

Zuvor verwendete Trigema Tüten aus recyceltem Plastik. Diese möchte man zukünftig nicht mehr verwenden, heißt es aus Burladingen. Für die Kunden in den Testgeschäften seien des Weiteren Tragetaschen geplant.
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