Aluminiumfolienverband EAFA
Alu-Verpackungsanwendungen mit Plus in der Pandemie

14.09.2020 Die Lieferungen von Aluminiumfolie innerhalb Europas entwickelten sich vergleichsweise stark, da die Nachfrage nach einigen Foliendicken für Verpackungsanwendungen während der Corona-Pandemie gestiegen ist. Die Exporte gingen dagegen erneut zurück, da es in vielen Ländern zu Engpässen kam und Lieferketten unterbrochen wurden.

Die Inlandslieferungen von dünner Folie, hauptsächlich für Anwendungen als flexible Verpackungen und Haushaltsfolien, sind im zweiten Quartal 2020 geringfügig um 0,3% gestiegen.
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Die Inlandslieferungen von dünner Folie, hauptsächlich für Anwendungen als flexible Verpackungen und Haushaltsfolien, sind im zweiten Quartal 2020 geringfügig um 0,3% gestiegen.

Die gesamten Ablieferungen gaben im zweiten Quartal gegenüber 2019 um 4,5% auf 234.000 Tonnen nach. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ging die Produktion um 2,0% auf 476.000 Tonnen zurück, wieder europäische Aluminiumfolienverband EAFA meldet. Eine nähere Betrachtung zeigt jedoch, dass die Inlandslieferungen von dünner Folie, die hauptsächlich für flexible Verpackungen und Haushaltsfolie verwendet wird, in diesen drei Monaten sogar geringfügig (0,3%) gestiegen sind. Dies trug dazu bei, dass die europäischen Lieferungen über alle Foliendicken in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 0,5% zunahmen. Dieser Anstieg ist auf die durch die Pandemie verursachte Nachfrage nach Lebensmittel-und Pharmaverpackungen zurückzuführen, die, so die Vermutung, durch eine vermehrte Verwendung im Haushalt und einen geringeren außerhäuslichen Gebrauch gekennzeichnet ist. Insgesamt gab es einen leichten Rückgang der Gesamtlieferungen für dünne Folien, die in der ersten Hälfte um 0,6% zurückgingen. Dagegen waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie gravierender bei dicker Folie, die typischerweise für halbstarre Behälter, technische oder andere Anwendungen verwendet wird – zum Beispiel im Automobil-und Bausektor, die stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Es gab einen starken Lieferrückgang im zweiten Quartal (ein Minus von über 10%), was zu einem Gesamtrückgang von 4,4% in den ersten sechs Monaten führte. Es überrascht nicht, dass die Exporte durch die weltweite Pandemienegativ beeinflusst wurden, da viele der traditionell starken Überseemärkte stark gestört sind. Im zweiten Quartal gingen die Lieferungen um mehr als 10% zurück; diese Zahl spiegelt auch den Rückgang der Exporte in der ersten Jahreshälfte wider. EAFA-Präsident Bruno Rea kommentierte die Zahlen wie folgt: „Die starke Nachfrage nach Lebensmittel-und Pharmaverpackungen konnte zwar den Rückgang bei den Exporten und technischen Anwendungen teilweise ausgleichen, aber dies sollte nicht so bleiben. Wir hoffen, dass es im dritten Quartal zu einer Wiederaufnahme der Bau-und Automobilproduktion kommen wird.“
Er fügte hinzu: „Glücklicherweise hat die Mehrheit der europäischen Folienwalzer trotz der Schwierigkeiten auf fast normalem Niveau produzieren können. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach Verpackungsanwendungen wieder auf das für sie typische Niveau steigen wird. Technische Anwendungen und Exporte werden dagegen weiter schwächeln. Doch sind wir heute optimistischer als zu Beginn der Pandemie.“

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