Greiner Packaging setzt auf "Kavoblow"-Maschine

13.03.2015

© Foto: Greiner Packaging
Spritzstreckblasen zählt in der Kunststoff-Industrie zu einem der gängigsten Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern. Gearbeitet wird dabei in zwei Varianten: Während beim 1-Stufen Verfahren die Vorformlinge (Preforms) sofort nach dem Spritzvorgang – noch warm - aufgeblasen werden, werden die Preforms beim 2-Stufen Verfahren nach dem Spritzvorgang abgekühlt und gelagert. Anschließend werden diese in einem zweiten Produktionsprozess wieder erhitzt und aufgeblasen. Dieses Verfahren wird ausschließlich für das Material PET verwendet und sehr häufig zum Beispiel in der
Getränkeindustrie eingesetzt.

Greiner Packaging zählt vor allem im Bereich des 1-Stufen-Verfahrens zu den Vorreitern. In Zusammenarbeit mit Mould & Matic, einem Unternehmen der Haidlmair Group, arbeiteten die Kunststoffexperten seit 2009 daran, das Verfahren weiterzuentwickeln und effizienter zu gestalten – das Ergebnis ist eine völlig neue Maschine mit dem Namen „Kavoblow“. „Die großen Vorteile des neuen Verfahrens liegen in der hohen Flexibilität gepaart mit höchster Produktivität: Mit einer Kavoblow können Verpackungen mit unrunden und außermittigen Mündungen sowie individuellen Farbgestaltungen in vielen Materialvarianten wie PET, PP und mehr hergestellt werden. Die Bandbreite an Mündungsdurchmessern erstreckt sich von ganz klein, zum Beispiel für Spirituosen, bis hin zu sehr großen Weithalsbehältern, zum Beispiel für die Lebensmittelindustrie“, führt Günter Ausserwöger, Head of Division Kavo, aus.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Technologie liegt in der stark verbesserten Effizienz und den dadurch im Vergleich zu bestehenden Maschinenkonzepten geringeren Herstellungskosten: Preforms werden mit Kavoblow mehrreihig linear hergestellt. So können in kürzerer Zeit mehr Fertigungsstücke erzeugt werden. Die Kavoblow Technologie zielt besonders auf das Segment von Stückzahlen zwischen 5 und 20 Millionen ab und vereint die hohe Qualität einer 1-Stufen Produktion mit der Effizienz, die bisher den 2-Stufen Systemen vorbehalten war.

Kavoblow-Produkte finden sich bisher vor allem in den Märkten Ketchup, Honig, Marmelade, Saucen, Mundwasser und Haushaltsreiniger. Es zeigen aber auch immer mehr Kunden aus anderen Segmenten wie etwa Chemie, Kosmetik und Healthcare Interesse an Verpackungskonzepten auf Basis dieser flexiblen und effizienten Technologie. „Mit Kavoblow bieten wir die optimale Technologie, um individuelle Marktbedürfnisse zu erfüllen und gleichzeitig hohe Produktivität zu gewährleisten. Kundenspezifische special editions sind kostengünstig realisierbar. Durch das 1-Stufen Verfahren garantieren wir höchste Qualität – Schlagmarken, wie sie bei der Lagerung im 2-Stufen Verfahren entstehen, gehören der Vergangenheit an“, betont Ausserwöger abschließend.

Über Greiner Packaging

Greiner Packaging zählt zu den führenden europäischen Herstellern von Kunststoffverpackungen im Food- und Non-Food-Bereich. Das Unternehmen steht seit mehr als 50 Jahren für hohe Lösungskompetenz in Entwicklung, Design, Produktion und Dekoration. Den Herausforderungen des Marktes begegnet Greiner Packaging mit drei Divisionen: K, Kavo und Assistec. Greiner Packaging beschäftigt rund 3.400 Mitarbeiter an 34 Standorten in 17 Ländern weltweit. 2013 erzielte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 513 Millionen Euro (inklusive Joint Ventures). Das ist mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes der Greiner Gruppe.



www.greiner-gpi.com

BU: Die innovative Kavoblow-Anlage vereint Flexibilität und Produktivität beim Spritzstreckblasen in der Kunststoff-Industrie.

Foto: Greiner Packaging
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