K 2019
Windsor: Die neue servohydraulische FA-160 Spritzgießmaschine von FCS

22.08.2019 In Europa wird das Programm servohydraulischer Kniehebel-Spritzgießmaschinen der taiwanesischen FCS-Group von Windsor/Hanau vertreten. Während der K 2019 stellen diese Partner in Halle 12, Stand B11, das neueste Engineering-Ergebnis von FCS dem Markt vor – eine servohydraulische Spritz-gießmaschine, Typ FCS FA-160, mit 1600 kN Schließkraft und einigen Features, die dem Thema Produktivität neuen Schwung verleihen. Ferner erfahren Kunststoff-Fachleute am „PxP InfoPoint“, wie sie ohne hohen Aufwand eine Einkomponenten-SGM zur Mehrkomponentenanlage hochrüsten können.

Jausenbox von Miraplast
© Foto: Windsor Kunststofftechnologie GmbH
Jausenbox von Miraplast
Windsor und die Fu Chun Shin Group, Taiwan (FCS) arbeiten seit 2016 zusammen: FCS entwickelt und baut die Spritzgießmaschinen (kurz SGM) für den europäischen Markt gemäß den von Windsor vorgegebenen bzw. üblichen europäischen Standards und Spezifikationen. Systemlieferant Windsor, Hanau,  betreibt die Vermarktung, die Installation, Ersatzteilversorgung sowie den Service dieser Maschinen, mit Schließkräften von 300 bis 37 000 kN, in allen EU- und Efta-Ländern. Schließlich verfügt das in Hanau ansässige Unternehmen über 65 Jahre Kompetenz in der Spritzgießtechnik und ein entsprechend durchentwickeltes Vertriebs- und Servicenetz. Peter Kochs, Geschäftsführer bei Windsor: „Die Partnerschaft mit FCS funktioniert einwandfrei, ebenso wie die Technik der Maschinen, die den Prämissen der Industrie 4.0 und IoT entsprechen. Sie konkurrieren technisch und preisleistungsspezifisch hervorragend mit vergleichbaren europäischen Produkten. Dafür zeichnet Windsor schließlich verantwortlich“

Die neue FA-Anlage von FCS: 

Auf dem Stand B11 in Halle 12 arbeitet die neu entwickelte FCS FA-160, eine servohydraulische Kniehebel-Maschine – 1600kN Schließkraft – mit einem Entnahmesystem von WEMO. Im „Nullkommanix“ entformt der Roboter die aus Polypropylen gespritzten Produkte – Jausenboxen (vgl. Bild) von Miraplast, Österreich, mit den Abmessungen 190 x 128 x 50 mm (LBH) bzw. 82 Gramm leicht – und legt sie auf dem Transportband in Richtung Besucher ab. Die FA-Version ist die Nachfolge-Baureihe der SD-Serie im Schließkraftbereich zwischen 500 und 3700 Kilonewton. Die neue Baureihe hat sich bereits im Verpackungsmarkt, im Bauwesen (Fittinge), in der IT-Branche (Kleingerätegehäuse), in der Haushaltswarenindustrie und im Automotive-Bereich bewährt. Hierfür steht sie mit neu entwickelten Hochleistungs-Schneckenzylindern, einer speziellen Linearführung der Spritzeinheit und einem wirkungsvollen, im geschlossenen Regelkreis fungierenden Servo-Einspritzsystem zur Verfügung. Ein paar technische Daten: theoretisches Schussvolumen = 393 cm³, Schussgewicht in PS = 357 gr, Spritzdruck = 1539 kgf/cm², Einspritzgeschwindigkeit = 120 mm/sec, Werkzeugauslegung = 310 x 310 mm, lichte Holmweite = 470 x 470 mm, bewegliche Platte = 705 x 705 mm, Maschinenmaße (LxBxH) = 5510 x 1560 x 1840 mm, Maschinengewicht = 5650 kg.

Generell hat FCS bei der FA-Baureihe die feste Aufspannplatte stärker ausgelegt – zugunsten der Lebensdauer der Werkzeuge. Zum gleichen Zweck wurde die bewegliche Platte optimiert. Die Schließkraft wirkt optimal durch die Mitte der Platte. Um für den Einsatz spezieller Werkzeuge mehr Flexibilität anzubieten, wurden die Holmabstände vergrößert. Die präzisionsgeregelten Schließ- und Öffnungsgeschwindigkeiten und eine Vielzahl anderer Prozess- und Produkt-Parameter werden auf dem neuen FCS 6500 12“ Touchscreen MMI (Mann-Maschine-Interface) dargestellt, überwacht, optimiert, protokolliert und mit übergeordneten Produktions-Leitsystemen des Factory-Managements kommuniziert. „Wir bieten von FCS nur servohydraulische Maschinen an, weil hier die neueste, ausgereifte Technik in diesem Segment angeboten wird. Die Anlagen sind qualitativ so gut wie europäische Maschinen. Das Preis-/Leistungsverhältnis der FCS-Maschinen sucht seinesgleichen“, unterstreicht Peter Kochs, Geschäftsführer bei Windsor. Auf dem FCS-Stand ist ferner eine vollelektrische CT-e 300 Spritzgießmaschine mit einem 4 + 4 Etagenwerkzeug für eine IML-Anwendung (Dekoration im Werkzeug) im Einsatz.

PxP InfoPoint

Die Plugxpress-Serie – PxP von 42 bis PxP 1780 – entspricht einer Spritzgießmaschine ohne Schließeinheit. Diese Plug & Play-Ergänzungs-Spritzeinheit kann an jede Maschine angeschlossen werden. "Die Einheit ist eine mobile Formmaschine ohne Schließsystem, die an jeder beliebigen SGM, ohne hohen Montageaufwand, eingesetzt werden kann. Sie spritzt demzufolge die zweite und/oder mehrere nachfolgende Komponente(n) in das Werkzeug ein", erklärte erklärt Andreas Janisch, Produktmanager bei Windsor. Die PxP-Einheit – im Wesentlichen bestehend aus einer Dreizonenschnecken-Zylindereinheit (16 bis 105 mm), einer B&R Steuerung/Regelung und einem 15" Touchscreen – kommuniziert über eine Schnittstelle mit der SGM. Der Kunde muss seine bestehende Anlage folglich nicht ändern. "Alle Prozess-Schritte sind einfach zu vollziehen - das vereinfacht die Aufgaben an der SGM enorm", erklärt Andreas Janisch. Nun sei zudem ein technisches Upgrade auf dem Prüfstand, damit die B&R Steuerung/Regelung über "Open Protocol" operieren kann.

Windsor auf der K 2019: Halle 12, Stand B11
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