Heinz-Glas
Investition in High-Tech Schmelzwanne

11.09.2019 Bei Heinz-Glas ist die Entscheidung für den Bau einer sehr speziellen Elektro-Glasschmelzwanne gefallen. Der Flakonglashersteller mit Stammsitz in Kleintettau reagiert damit produktionstechnisch auf die sich wandelnden Anforderungen des Weltmarkts.

© Foto: Heinz-Glas
Die Spezialwanne wird Anfang 2020 gebaut werden und kann mengenmäßig sehr flexibel unterschiedliche Glasarten produzieren – auch das so genannte PCR (Post Consumer Recycling) Glas. Hierfür nutzt der Betrieb die aus heutiger Sicht umweltfreundlichste und zukunftsträchtigste Glasschmelztechnik, nämlich eine Elektroschmelzwanne, die mit CO2-freiem Strom betrieben wird.

Damit erfüllt Heinz-Glas auch weiterhin die höchsten Anforderungen an eine emissionsarme Glasproduktion. Bereits 2016 wurde am Standort Kleintettau die letzte mit Erdgas befeuerte Wanne durch eine vollelektrische Schmelzwanne ersetzt und somit für den Schmelzprozess auf fossile Energieträger verzichtet.

Die neue Spezialwanne ersetzt eine ältere Elektroschmelzwanne am Standort Kleintettau. Demzufolge werden zwar keine weiteren Kapazitäten aufgebaut, wie es zunächst vorgesehen war, je-doch wird in den Erhalt von rund 100 direkten Arbeitsplätzen investiert, von denen weitere rund 100 Arbeitsplätze vor- und nachgelagert abhängig sind. Hintergrund für den nicht erfolgten Kapazitätsaufbau ist die noch nicht abgeschlossene Energiewende und die daraus resultierende Unsicherheit bei der Stromversorgung.
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