Werkzeugloses Nutzentrennen mit Kama

28.01.2014

© Foto: Kama
Werkzeuglos Nutzentrennen: Die Dresdner Kama GmbH hat ein innovatives System zum Ausbrechen und Nutzentrennen vorgestellt. Entscheidender Vorteil: Die neu entwickelte Kama SBU (Stripping & Blanking Unit) benötigt keinerlei jobbezogenen Ausbrechwerkzeuge und spart die Kosten dafür ein. Die Nutzen, beispielsweise Faltschachtelzuschnitte, werden mit einstellbaren Rollen ausgebrochen und separiert.

Die neue Lösung eignet sich nach Firmenangaben ideal zum Weiterverarbeiten von kleinen und mittleren Auflagen – ob im Akzidenzdruck oder für kleinere Faltschachtel-Auflagen im Verpackungsdruck. Die mobile SBU besteht aus einem Transportband auf Rollen, Ausblasstation, werkzeuglosem Nutzentrenner, Aufspreizer und einem Band für die schuppenförmige Ablage der Nutzen. Beim inline-Workflow mit den ProCut Stanz-/Prägemaschinen dockt der mobile Nutzentrenner direkt in deren Auslage an.

Nach dem Stanzvorgang laufen die Bogen direkt in die SBU. Programmierbare Rollen brechen die Nutzen sauber aus und separieren sie von der Abfallmatrix, die durch einen Shredder nach unten abgeführt wird. Kleinere Ausstanzungen wie Fenster und Eurolöcher werden von einer Ausblasstation entfernt. Die getrennten Nutzen werden vor dem Auslageband gespreizt/auseinander geführt, so dass in der Auslage auch mehrere schuppenförmige Stränge nebeneinander einlaufen können.

Mit der neuartigen SBU übernimmt die Kama ProCut 76 den Workflow vom gedruckten Bogen bis zum gerillten, geprägten, gestanzten und vollständig separierten Einzelnutzen. Auch Fenster und Eurolöcher im Nutzen sind bereits entfernt.

Für den Wechsel zum nächsten Auftrag wird die mobile SBU aus der Auslage gerollt und die Stanz-/Rillplatte wie gewohnt an der Auslageseite der Stanzmaschine gewechselt. Aufträge ohne Nutzentrennung laufen wie bisher auf einen Stapelwagen. Das mobile Ausbrech- und Nutzentrennsystem Kama SBU ist einfach zu bedienen, schnell eingerichtet, und ab sofort für die Bogenformate 530x400 und 760x600 mm erhältlich.

Die KAMA GmbH entwickelt und produziert mit 110 Mitarbeitern Stanz-/Prägemaschinen und Falt-/Klebemaschinen für die grafische Industrie. Vor 119 Jahren gegründet, haben die Dresdner 1936 den weltweit ersten Stanzautomaten gebaut. Kama Maschinen für die Druckweiterverarbeitung und Veredelung sind in über 60 Ländern erfolgreich im Einsatz.


www.kama.info

BU:  Ausbrechen und Nutzentrennen ohne Werkzeuge mit der neuartigen Kama SBU (Stripping & Blanking Unit).

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