Igus
Automatisierung leicht gedacht

24.04.2018 Durch die zunehmende Automatisierung von Fertigungsprozessen steigt der Wettbewerbsdruck auf Unternehmen lokal und global. Um kostengünstig und individuell automatische Prozesse zu ermöglichen, entwickelt Igus Low-Cost Lösungen aus Hochleistungskunststoffen wie das neue modulare Baukastensystem Robolink Apiro.

Die Apiro Mission: Erfüllung von komplizierten Bewegungen – wie die einer Spinne – mit nur drei neuen Schneckengetrieben für Standard-, lineare und invertierte Bewegung.
© Foto: igus GmbH
Die Apiro Mission: Erfüllung von komplizierten Bewegungen – wie die einer Spinne – mit nur drei neuen Schneckengetrieben für Standard-, lineare und invertierte Bewegung.
 Aus drei schmiermittelfreien Schneckengetrieben für Standardbewegung, invertierte und Linearbewegung können Konstrukteure dabei frei wählen. Vom einfachen Portal bis hin zu komplexen humanoiden und animatronischen Robotern, sind dem Anwender kaum mehr Grenzen gesetzt. Vorgestellt wird das neue Robolink Konzept als Prototyp auf der Hannover Messe in Halle 17, Stand H04.

 

Individuelle Automatisierungslösungen einfach und kostengünstig umsetzen, das ist die Mission des neuen Robolink Apiro Bewegungsbaukastens von Igus. Der Name ist Programm, denn der Begriff Apiro ist an das griechische Wort für „unendlich“ angelehnt. Bei der Entwicklung der neuen Serie lag der Fokus auf der Entkopplung von Motor und Getriebe sowie der Einführung völlig neuartiger Schneckengetriebe zur Erreichung von beispielsweise sechs Achsen in einem Knickarmroboter. Getriebe mit Linearbewegung, invertierte und herkömmliche Robolink Schneckengetriebe sind in vier verschiedenen Größen geplant und können durch die hohe Modularität des Baukastens nach Wunsch miteinander kombiniert werden. So lassen sich mit dem neuen Baukasten selbst komplizierte Bewegungen umsetzen: Zum Beispiel kostengünstige und individuelle Scara- und Portalroboter sowie Angusspicker zur Entnahme von Produkten aus Spritzgussmaschinen. Transport- und Handlingsysteme, ebenso wie humanoide und animatronische Roboter, die beispielsweise Bewegungen wie die einer Spinne realisieren können. Auch für den Bereich der Ausbildung, Entwicklung und Forschung bietet sich die neue Robolink Serie an, da unterschiedliche Kinematiken leicht und schnell zu bauen sind.

 

Flexible Auslegung durch Baukastensystem und Multifunktionsprofil

In den Schneckengetrieben der neuen Apiro Serie kommen hochwertige Tribopolymere mit Festschmierstoffen zum Einsatz. Die korrosionsfreien und chemikalienresistenten Hochleistungskunststoffe sorgen für eine hohe Stabilität, geringes Gewicht, Langlebigkeit und Wartungsfreiheit. Die Verbindung der Gelenke erfolgt beim Robolink Apiro Baukasten über ein Multifunktionsprofil aus Aluminium. Es ermöglicht, Antriebswellen in der Mitte durch einen Hohlraum zu führen, was sich das invertierte Schneckengetriebe zu Nutze macht. Durch das Getriebe rotiert das durchlaufende Aluminiumprofil, wodurch sich sein Einsatz ideal für Robotik- und Rotationsanwendungen eignet. Bei dem neuen Schneckengetriebe mit Linearbewegung kann das Aluminiumprofil linear durch das Getriebe verfahren oder das Getriebe verfährt auf dem Linearprofil. Alle Schneckengetriebe sind zudem besonders spielarm. Das Multifunktionsprofil bietet dem Anwender zusätzlich die Möglichkeit, die verschiedenen Getriebe der Robolink Apiro Serie beispielsweise seriell zu verbinden. Parallele Gelenkverbindungen sind ebenfalls möglich, indem mehrere Apiro Gelenke nebeneinander gesetzt werden. Dadurch ergeben sich unzählige Kombinationsmöglichkeiten, um verschiedenste Anwendungen zu automatisieren.

 

Von der Vorserie bis zum Baukasten ab Lager

Zur weiteren Optimierung des neuen Robolink Apiro Konzepts sucht Igus im Anschluss an die Hannover Messe nach Testern, die mit kostenlosen Musterteilen unterschiedlichste Kinematiken bauen wollen. Ziel ist es, nach den Testphasen Robolink Apiro als Serie für einen breiten Markt anbieten zu können. Zusätzlich ist ein Konfigurator in Planung, der die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten des Baukastens simulieren soll.

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