Lenord + Bauer
Intelligenter Formatwechsel

30.10.2018 Um den Ansprüchen der modernen Industrieautomation gerecht zu werden, entwickelte Lenord + Bauer eine kaskadierbare Steuereinheit für sein Positioniersystem. Die modulare Power Drive-Box übernimmt als Knotenpunkt im Ethernet-basierten Netz die Steuerung von bis zu 17 Maschinenachsen. Dabei können die einzelnen Module flexibel auf die Maschine abstimmt werden.

Die modulare Box
© Foto: Lenord + Bauer
Die modulare Box

In modernen Verpackungsmaschinen sorgen Positioniersysteme für effiziente und reproduzierbare Formatwechsel. Mit der modularen Power Drive-Box von Lenord + Bauer lassen sich bis zu 17 Sekundärachsen mit intelligenten Stellantrieben automatisieren. Maximal vier Boxen können zu einer logischen Einheit kombiniert werden. Das Herzstück der modularen Steuereinheit ist das CPU-Modul in der Master-Box. So genannte COM-Module sorgen für die Kommunikation zwischen den einzelnen Boxen mit fünf oder zehn wählbaren Modul-Steckplätzen. Jeder Antrieb wird über lediglich ein Hybridkabel an einem Modul angeschlossen. Der Clou dieses Kabels ist die getrennte Führung von Motor- und Logikversorgung. So bleiben Kommunikation und Diagnosefunktionen auch bei abgeschalteter Motorversorgung erhalten. Um Kabellängen zu optimieren, lassen sich die Boxen in der Anlage verteilt platzieren. Dabei ermöglicht das Gruppieren von Stellantrieben über die Konfiguration der verteilten Boxen ein sicheres Abschalten von Teilen einer Anlage.

 

Integrierte Antriebe in verschiedenen Bauformen © Foto: Lenord + Bauer
Integrierte Antriebe in verschiedenen Bauformen

Die modulare Power Drive-Box entlastet als Sub-System das Kommunikationsnetz der Maschine und optimiert den Datenfluss. Dabei übernimmt das CPU-Modul als Knotenpunkt die Kommunikation zur Maschinensteuerung (SPS). Die konfigurierbare Ethernet-basierte Echtzeitschnittstelle unterstützt Kommunikationsprofile wie Profinet, Ether Cat, Powerlink, Ether Net/IP oder Modbus/TCP. Zur Einbindung des Systems in die Maschinensteuerung kommen die bewährten Funktionsblöcke (FBs) der bisherigen Power Driv-Box zum Einsatz. Die FBs generieren die zur Steuerung der Antriebe notwendigen Fahraufträge und leiten Zustandsdaten wie Motorstrom, Absolutposition, Gerätetemperatur sowie Schwellenwerte an die SPS weiter. Die Auswertung dieser Gerätedaten ermöglicht zum Beispiel eine vorbeugende Wartung der Maschine.

 

Das CPU-Modul kann auch über eine USB-Schnittstelle oder einen Web-Browser Daten austauschen. So können Parametersätze auf die CPU geschrieben sowie Zustandsdaten gelesen und direkt weiter verarbeitet werden. Der Energieverbrauch und der aktuelle Zustand jedes Antriebs sind immer verfügbar. Damit unterstützt die modulare Box moderne Automationskonzepte. Darüber hinaus amortisiert sich das Power Drive-System nach kurzer Zeit. Wann sich das Modernisieren einer Anlage rechnet, lässt sich mit dem RoI-Kalkulator von Lenord + Bauer ermitteln.

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