Am Standort Marktheidenfeld
Beschäftigte protestieren gegen Entlassungspläne bei Schneider Electric

29.09.2020 Etwa 90 Beschäftigte bei Schneider Electric sind am vergangenen Donnerstag einem Aufruf von IG Metall und Betriebsrat gefolgt und haben unter Corona-Auflagen gegen den geplanten Kahlschlag in der Produktion am Standort Marktheidenfeld protestiert.

Rund 90 Beschäftigte protestieren gegen die geplante Maßnahme.
© Foto: IG Metall Würzburg
Rund 90 Beschäftigte protestieren gegen die geplante Maßnahme.

Das Unternehmen hat angekündigt, seine Fertigungsabteilungen im Altfelder Industriegebiet im Landkreis Main-Spessart zu schließen. Damit sind rund 85 Beschäftigte von der Arbeitslosigkeit bedroht, heißt es seitens der IG Metall Würzburg.

Der Standort Marktheidenfeld wurde von Schneider Electric als konzerneigenes Kompetenzzentrum für die Automatisierung von Verpackungsmaschinen ausgebaut. Knapp 500 Mitarbeiter aus 26 Nationen sind dort insgesamt beschäftigt.

Mit einer Hiobsbotschaft für rund 80 Beschäftigte hatte sich der Elektronikkonzern Schneider Electric bereits Mitte Juni 2020 zu Wort gemeldet: Das Unternehmen plane einen Kahlschlag in der Produktion und in produktionsnahen Bereichen am Standort Marktheidenfeld.

Betriebsratsvorsitzender und IG Metaller, Andreas Kleiner, erklärt: „Es ist völlig unnötig, die Schneider-Beschäftigten am Standort Marktheidenfeld derart negativ in Bedrängnis zu bringen, das Werk ist profitabel“, berichtet der Gewerkschafter. Nach den der IG Metall Würzburg vorliegenden Zahlen betrug der Nettogewinn von Schneider Electric im vergangenen Geschäftsjahr 2,41 Milliarden Euro. Trotz Pandemie-Krise zahle der Konzern nach IG Metall-Informationen im Jahr 2020 eine Dividende an die Aktienbesitzer. 2,55 Euro pro Papier. Das koste das Unternehmen ungefähr 1,5 Milliarden Euro, heißt es seitens der Gewerkschaft.

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