Gerhard Schubert
Lebensmittel effizient in Schlauchbeutel verpacken

08.06.2018 Schubert hat eine neue Modellvariante seines Schlauchbeutelaggregats Flowmodul, mit dem Fokus auf den Anwender hat das Unternehmen die Zugänglichkeit für Wartungs- und Reinigungsarbeiten sowie die Ergonomie deutlich verbessert. Seit der Markteinführung 2016 konnte sich das Flowmodul erfolgreich am Markt etablieren. Über 36 Schlauchbeutelaggregate sind bereits weltweit verkauft worden. Bis 2021 soll der jährliche Absatz auf 100 Anlagen steigen.

Das Schlauchbeutelaggregat Flowmodul ist leicht zugänglich, um den Hygieneanforderungen der Lebensmittelindustrie entgegenzukommen
© Foto: Gerhard Schubert GmbH
Das Schlauchbeutelaggregat Flowmodul ist leicht zugänglich, um den Hygieneanforderungen der Lebensmittelindustrie entgegenzukommen

Aktuell arbeitet Schubert an einer neuen Siegeltechnologie, die die Anwendung von Heißsiegelfolie auch für sensible Produkte wie Schokolade und einem Regelbereich der Folie von null bis 100 Prozent ermöglicht.

 

Mit dem Flowmodul nutzen Lebensmittelproduzenten die Vorteile der Integration von Primär- und Sekundärverpackungsprozessen. Das Schlauchbeutelaggregat ist vollständig in eine TLM-Pickerlinie integriert und kann sowohl nackte Produkte wie Süßwaren oder Snacks in Trays verpacken. Hersteller profitieren von einer flexiblen Hochleistungsmaschine mit geringem Platzbedarf, die kleine Losgrößen, kurze Produktlebenszyklen und eine hohe Produktvielfalt höchsteffizient realisieren kann. Dabei können sich Hersteller auf eine Anlageneffizienz von 99 Prozent und mehr verlassen. Die Standardsystemkomponente verfügt über einen vollautomatischen Mitnehmerwechsel mit austauschbaren Kassetten für weitere Formate und bietet eine Formatumstellung innerhalb von einer bis zehn Minuten. Durch die Möglichkeit, zwei Flowmodule pro Maschine zu installieren, lässt sich die Produktionsleistung verdoppeln.

 

Ausgestattet mit integrierter Qualitätskontrolle in Form eines 3D-Bilderkennungssystems ist sichergestellt, dass nur der Spezifikation entsprechende Produkte in die Zuführkette gelangen.


Neue Maschinenvariante des Flowmoduls

Bei der neuesten Maschinenvariante des Flowmoduls hat Schubert die Zugänglichkeit für Wartungs- und Reinigungsarbeiten verbessert und die Aufhängung der Folienrollen ergonomischer gestaltet. Damit ist das Aggregat für Techniker und Maschinenbediener noch einfacher und effizienter zu bedienen.

 

„Das Flowmodul hat sich wie geplant zu einem wichtigen Wachstumsfaktor für unsere Unternehmensgruppe entwickelt“, betont Johannes Schubert, Enkel des Firmengründers und seit Januar 2017 Produktmanager des Flowmoduls. Aktuell kommt die Schlauchbeuteltechnologie zum Verpacken unterschiedlichster Produkte zum Einsatz wie Schokoriegel, Kekse, Kuchen, Schokoladenfiguren, Joghurtbecher, Konfektwaffeln, Blätterteiggebäck und Eiscreme.

 

Das Flowmodul ist mit allen gängigen Heiß- und Kaltsiegelfolien kompatibel und bietet höchste Flexibilität bei der Produktzusammenstellung. So lassen sich selbst bruchempfindliche Kräcker oder Kekse mithilfe der Robotertechnologie in jeder vorstellbaren Variante stapeln und in Schlauchbeutel verpacken.

 

Neue Siegeltechnologie für temperatursensible Produkte

Die jüngste Entwicklung des Flowmoduls ermöglicht den Kunden erstmals selbst bei temperaturempfindlichen Produkten wie Schokolade, auf Kaltsiegelfolie zu verzichten. Durch die Umstellung von der Kalt- auf die Heißsiegeltechnik lassen sich bis zu 17 Prozent an Materialkosten einsparen. „Der Schlüssel liegt in konstanten Siegelzeiten bei variablen Kettengeschwindigkeiten. Hier werden wir neue Dimensionen im Regelbereich der Heißsiegelfolie setzen“, erklärt Johannes Schubert. Der erste Prototyp hat die Testphase erfolgreich absolviert und geht im Mai 2018 in Produktion.

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