Herma
Rundum-Etikettierer für personalisierte Medizin

21.01.2020 Kleinste Chargen oder nicht-standsichere Produkte: Vollautomatische Maschinen stoßen in solchen Fällen schnell an ihre Grenzen, wenn es um die prozesssichere Etikettierung entsprechender Pharmaprodukte geht. Der halbautomatische Rundum-Etikettierer 211 HC von Herma kombiniert deshalb die Flexibilität manueller Produktzuführung mit einer vollständigen Pharmaausstattung inklusive Drucker für variable Daten und Codes sowie Kamera für die Druck- und Codekontrolle.

Für den Trend zu personalisierter Medizin mit kleinen Losgrößen ideal: Der neue Rundum-Etikettierer 211 HC von Herma stellt sicher, dass auch bei manueller Produktzuführung höchste Prozesssicherheit bei der Etikettierung erreicht wird.
© Foto: Herma
Für den Trend zu personalisierter Medizin mit kleinen Losgrößen ideal: Der neue Rundum-Etikettierer 211 HC von Herma stellt sicher, dass auch bei manueller Produktzuführung höchste Prozesssicherheit bei der Etikettierung erreicht wird.
Etwa 15 Produkte pro Minute können mit der 211 HC zuverlässig und präzise etikettiert werden. „Die Geschwindigkeit ist in diesem Fall jedoch nicht entscheidend“, betont Ulrich Fischer, Leiter Produktmanagement bei Herma im Geschäftsbereich Etikettiermaschinen. „Wir reden hier zum Teil über personalisierte Arzneimittel oder zumindest über sehr kleine Losgrößen, wie es zum Beispiel bei Patientenstudien für Zulassungen der Fall ist. Die 211 HC stellt sicher, dass auch sie mit den gleichen Qualitätsstandards gekennzeichnet werden können wie Produkte, die in hoher Stückzahl und in hohem Tempo eine komplette, meist ja automatische Verpackungslinie durchlaufen.“ Der Einsatz der 211 HC ist deshalb überall dort ideal, wo kleine Glasvials, Spritzen, Karpulen und Pens etikettiert werden müssen, die oftmals schon allein aufgrund ihrer Form, Größe oder ihres Gewichts von gängigen vollautomatischen Maschinen nicht zu bewältigen sind.

Schnelle Umrüstung mit Formatsätzen

Bei der 211 HC werden die zylinderförmigen und formstabilen Produkte waagerecht zwischen zwei motorisch angetriebenen Anwalzrollen und der schwenkbaren Ablösekante mit Andrückrolle in Rotation versetzt. Das Etikett wird anschließend auf das rotierende Produkt gespendet und in korrekter Position angewalzt. Die Toleranzen in der Höhe und im Spiralversatz liegen bei lediglich ± einem Millimeter. Nach dem Etikettiervorgang schwenkt die Ablösekante zurück und das etikettierte Produkt wird von Hand aus der Etikettierstation entnommen.

Im Fall eines Fehlersignals vom Kontrollsystem stoppt die Maschine mit einer entsprechenden Meldung. Das fehlerhafte Etikett kann dann der Bediener manuell an der Ablösekante entfernen. Für den Druck variabler Informationen wie Verfallsdatum oder Chargen-Nummern vor dem Abspenden können unterschiedliche Thermotransferdrucker oder Laserdrucker verwendet werden.

Die Integration einer Kamera für die Druck- und Codekontrolle ist für alle marktgängigen Systeme möglich. Sofern Produkte mit wechselnden Abmessungen etikettiert werden, sind Formatsätze erhältlich, mit denen sich die Etikettieranlage schnell umrüsten lässt.
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