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Digitale Etikettendruckmaschinen übertreffen konventionelle

29.08.2018 Die Anzahl der in Europa installierten digitalen Etikettendruckmaschinen hat 2017 zum ersten Mal konventionelle Druckmaschinen überholt, laut dem neuesten Finat Radar.

© Foto: Finat

Der vom internationalen Etikettenverband Finat zweimal jährlich veröffentlichte Marktmonitor trägt Daten aus gezielten Studien und Analysen zusammen, die auf von LPC Inc durchgeführten Umfragen basieren. Der Finat Radar meldete außerdem, dass das Jahr 2017 für den Sekundär-Etikettensektor ein Wachstumsjahr darstellt.

 

Eine einzigartige Perspektive

Die 9. Ausgabe von Radar bietet eine einzigartige Perspektive über Trends und Entwicklungen in der europäischen Etiketten- und Schmalbahnbranche, deren Märkte und Zukunftsaussichten. Neben Daten und Analysen, die sich aus der Finat Radar Umfrage unter Verarbeitern ergeben haben, enthält der Report eine Spezialausgabe über die Evolution des Digitaldrucks, sowie die Erstausgabe des Finat Digital Press Index mit Einzelheiten über die Anzahl der installierten Druckmaschinen aller digitalen Etikettenhersteller in Europa im Jahr 2017.

 

Dieser stellt fest, dass mit fast 300 neu installierten digitalen Druckmaschinen im Jahr 2017 erstmals mehr neue digitale Etikettendruckmaschinen als konventionelle Druckmaschinen installiert worden sind.

 

Der Trend zum Digitaldruck setzt sich fort

Dieser Trend wird sich vermutlich weiter fortsetzen. 45% der Finat-Verarbeiter geben an, dass sie im Laufe der nächsten anderthalb Jahre eine digitale Druckmaschine erwerben werden. Dabei wird der Inkjetdruck voraussichtlich tonerbasierte und hybride Drucksysteme übertreffen.

 

Der Radar-Report enthält außerdem Einzelheiten über das Investitionsmaß für digitale Druckmaschinen. Fast 60% aller im europäischen Raum verkauften digitalen Druckmaschinen befanden sich in einer Preisspanne zwischen 250.000 und 750.000 Euro. 10% kosteten weniger als 250.000 Euro; 8% mehr als eine Million.

 

Verschiebung der Wachstumssegmente

Historische Radar-Analysen zeigen häufig Lebensmittel, Getränke, Gesundheit und Kosmetika als die Marktsegmente mit dem höchsten Wachstum für Etikettenverarbeiter. Allerdings gaben die Teilnehmer an der diesjährigen Radar-Umfrage an, dass sie im Jahr 2017 starkes Wachstum in den Bereichen Automobil, langlebige Gebrauchsgüter und Industriechemikalien verzeichnen konnten. Die Getränkebranche war als einziger Primäretikettenmarkt unter den vier Segmenten mit dem höchsten Wachstum vertreten.

 

Schlüsselkriterien für die Kundengewinnung

Im Rahmen der Umfrage wurden Verarbeiter auch darum gebeten, konkrete technische Anwendungsgebiete zu bewerten und deren Wichtigkeit für Kunden und potenzielle Kunden anzugeben. Mehr als ein Viertel aller Verarbeiter gaben an, dass der Digitaldruck absolut kritisch sei, wohingegen nur 4% der Meinung waren, dass Digitaldruck „nicht wichtig“ sei. Die nächsten Schlüsselkriterien hinter dem Digitaldruck waren entfernbare Klebstoffe, migrationsarme Druckfarben und Etiketten mit erweiterten Texten und Angaben.

 

Ein wertvolles Werkzeug für den Leistungsvergleich

„Markeninhaber behaupten immer wieder, dass ihre Etikettenanbieter mehr Innovation und Anpassungsfähigkeit anbieten, als das bei anderen Verpackungsanbietern der Fall ist.“ so Finat-Präsident Chris Ellison. „Mit dem Finat Radar können unsere Mitglieder ihre eigene Leistungsfähigkeit mit dem Branchendurchschnitt vergleichen und so fundierte Geschäftsentscheidungen über ihre Zukunftsstrategien treffen.“

 

Der Finat Radar verschafft einen ausführlichen und zuverlässigen Überblick über den aktuellen Stand der Etikettenindustrie und wird von Mitgliedern als eine wertvolle Ergänzung zum umfangreichen Sortiment technischer Publikationen und Veranstaltungen des Verbands angesehen.

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