SIG
Umweltvorteile bestätigt

06.11.2018 Das Signature Pack von SIG ist die weltweit erste aseptische Kartonpackung mit 100%igem Bezug zu pflanzlichen nachwachsenden Rohstoffen.

Der CO2-Fußbadruck des Signature Pack ist – im europäischen Durchschnitt – über den gesamten Lebenszyklus betrachtet um 66% geringer als der CO2-Fußabdruck einer herkömmlichen formatgleichen 1-Liter SIG-Kartonpackung.
© Foto: SIG
Der CO2-Fußbadruck des Signature Pack ist – im europäischen Durchschnitt – über den gesamten Lebenszyklus betrachtet um 66% geringer als der CO2-Fußabdruck einer herkömmlichen formatgleichen 1-Liter SIG-Kartonpackung.
Die aktuelle Ökobilanz bestätigt in allen 10 Umweltwirkungskategorien eine signifikante Verringerung der Umweltlasten – in erster Linie durch den Austausch von konventionellen fossilen Polymeren durch massenbilanzierte Polymere auf Pflanzenbasis, die aus Tallöl (einem Nebenprodukt der Papierherstellung) gemacht wurden. Die neueste europaweite Ökobilanz belegt: Der CO2-Fußbadruck des Signature Pack
ist – im europäischen Durchschnitt – über den gesamten Lebenszyklus betrachtet um 66% geringer als der CO2-Fußabdruck einer herkömmlichen formatgleichen 1-Liter SIG-Kartonpackung. Udo Felten, Manager Product Related Global Environmental Sustainability & Affairs, bei SIG: "Bei jeder Produktinnovation von SIG werden die Umweltauswirkungen durch europaweite Ökobilanzstudien bewertet, die den strengen Anforderungen der anerkannten ISO-Normen entsprechen. Die Ergebnisse für unser Signature Pack zeigen, dass der innovative Massenbilanzansatz von SIG signifikante Vorteile für die Umwelt hat."

Weltweit erste ISO-konforme Ökobilanz für Massenbilanzprodukte

Die Polymere im Signature Pack haben auf Basis eines Massenbilanzsystems einen 100%igen Bezug zu pflanzlichen nachwachsenden Rohstoffen. In der Herstellung der Polymere werden pflanzliche Rohstoffe mit konventionellen fossilen Rohstoffen gemischt. Die Menge des in dieser Mischung enthaltenen pflanzlichen Materials entspricht der Menge, die für die im Signature Pack verwendeten Polymere benötigt wird. Die Mengenausgleichsrechnung wird durch anerkannte und geprüfte Zertifizierungssysteme mit Audits abgesichert, um eine strenge Rückverfolgbarkeit und Belastbarkeit zu gewährleisten.  

Die Ökobilanzanalyse für das Signature Pack ist die erste ISO-konforme LCA, die Materialien einbezieht, die nach einem Massenbilanzsystem produziert und bewertet wurden. Ökobilanzen basieren traditionell auf den physischen Bestandteilen eines Produktes und den Umweltauswirkungen, die mit jeder Phase seiner Herstellung verbunden sind.
Die unabhängige, kritisch geprüfte Ökobilanz für das Signature Pack wurde nach den anerkannten internationalen Standards ISO 14040 und ISO 14044 vom Institut für Energie und Umweltforschung (IFEU) in Deutschland umgesetzt.
IFEU stimmte der Durchführung der Ökobilanz zu, als klar wurde, wie wertvoll der Massenbilanzansatz von SIG für eine nachhaltigere Produktion von Polymeren sein kann.
Frank Wellenreuther, Projektleiter beim IFEU-Institut: "Die Anwendung des Massenbilanzansatzes bei der Herstellung von Polymeren ist ein wichtiger Treiber, um bei der Herstellung von Polymeren nach und nach den Austausch fossiler durch biogene Ressourcen zu ermöglichen. Die untersuchten Produkte streng nach ihren physikalischen Eigenschaften zu betrachten, würde die Funktion des Massenbilanzansatzes nicht anerkennen."

Einsatz nachhaltigerer Kunststoffe vorantreiben

SIG hat sich für einen Massenbilanzansatz entschieden, weil er einen breiteren Übergang von fossilen zu biobasierten Rohstoffen innerhalb der konventionellen und hocheffizienten Polymerindustrie unterstützt, anstatt Produkte von kleinen Nischenanbietern mit ineffizienteren Kleinstmengenproduktionen und einer begrenzten Anzahl von Polymer-Graden einzusetzen.
Udo Felten: "Mit dem Massenbilanz-Ansatz bietet SIG seinen Kunden die Produktqualität und -funktionalität, die von Polymer-Qualitäten aus konventioneller Polymer-Produktion zu erwarten ist, gleichermaßen aber auch die ökologischen Vorteile, die sich aus dem 100%igen Bezug zu pflanzlichen nachwachsenden Rohstoffen ergeben.“
Die Polymere werden von den Kunststoffherstellern Sabic und BASF geliefert, die pflanzliche nachwachsende Rohstoffe aus europäischen Holzquellen einsetzen. Dabei wird Tallöl als Rohstoff verwendet, ein Abfallprodukt der Papierherstellung. Es müssen demnach keine Nutzpflanzen eigens für die Polymerproduktion angebaut werden.“

Frank Wellenreuther vom IFEU: "Der Einsatz von Polymeren auf Basis von Tallöl über ein Massenausgleichssystem wird empfohlen. Die Nachfrage von SIG nach Massenbilanz-polymeren könnte als Treiber dienen, um einen höheren physikalischen Anteil pflanzlicher Rohstoffe für die Herstellung von Polymeren zu erzielen."



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