Achema 2018
Hilfe bei kleinen Losgrößen sowie flexiblen Abfüllanlagen und Prozessen

09.03.2018 Kleine Losgrößen und der Bedarf nach flexiblen Abfüllanlagen und Prozessen bewegen die Pharma-Branche. Mit dem Multius-Konzept zeigt Optima Pharma, wie pharmazeutische Unternehmen auf kleine Losgrößen und unterschiedliche Behältnistypen reagieren können.

Der Sterilitätstestisolator Stiso
© Foto: OPTIMA packaging group GmbH
Der Sterilitätstestisolator Stiso
Das Unternehmen stellt zudem das Comprehensive Scientific Process Engineering (CSPE) vor – eine Vorgehensweise, welche die Zeitspanne vom Auftrag bis zum Produktionsstart kurz und sicher gestaltet. Mit dem Gefriertrockner CS und dem Sterilitätstestisolator Stiso werden zwei Neuentwicklungen zu sehen sein.


MultiUse – flexible Anlagen für kleine Batchgrößen und unterschiedliche Behältnistypen

Smart Solutions for Pharma Experts – unter diesem Motto präsentiert sich Optima Pharma auf der Achema 2018. Hochspezialisierte Produkte in kleinen Stückzahlen und unterschiedlichsten Darreichungsformen – dieser Trend zur Flexibilisierung stellt Pharmazeuten vor große Herausforderungen. Er erfordert ein Umdenken, denn für Nischenprodukte braucht es völlig andere Produktionsstätten als für Blockbuster. Pharmazeuten, die kleine Chargen produzieren, benötigen Anlagen, die flexibel auf kleine Batchgrößen und unterschiedliche Behältnistypen reagieren können. Dabei ist es essentiell, die hohen Anforderungen an die Produktqualität und die Patientensicherheit nicht zu vernachlässigen. Diesem Trend begegnet Optima Pharma mit MultiUse-Anlagen. Einen Einblick in diese Technologie bietet das Unternehmen auf dem Messestand. Die MultiUse-Anlagen befüllen unterschiedliche Primärpackmittel – Vials, Spritzen, Karpulen – und benötigen weniger Platz, da die Grundmaschinen nicht ausgetauscht werden müssen. Anwender sparen zudem Zeit durch ein verstellbares Transportsystem, das ohne Formatteile auskommt. Eine Vielzahl von Technologien minimiert Produktverluste: Nachdosieren auf Anforderung, kurze Schlauchleitungen, 100 %-In-Prozess-Kontrolle für Vials, Spritzen und Karpulen, Wägedosierung, Kappennachsetzen auf Anforderung und viele mehr.

Comprehensive Scientific Process Engineering als Antwort auf aktuelle Entwicklungen in der sterilen Abfüllung

Die Anforderungen der Anwender aus der Bereich Pharma- und Biotechindustrie ändern sich. Die Entscheidung für eine bestimmte Maschinenkonfiguration wird im Projektverlauf immer später getroffen. Um auf diese Veränderung zu reagieren, hat Optima Pharma in den vergangenen Jahren den CSPE-Prozess entwickelt. CSPE, das Comprehensive Scientific Process Engineering, revolutioniert die digitalisierte Projektierung, Planung und Realisierung von pharmazeutischen Abfüllanlagen und wird auf der Messe vorgestellt. Die Verbindung wissenschaftlicher Methoden und technologischer Prozesse gestaltet die Zeitspanne vom Auftrag bis zum Produktionsbeginn möglichst kurz und sicher. Dazu zählen unter anderem Simulationen, mit denen bereits in der Konstruktionsphase Problemzonen der laminaren Strömung erkannt und vermieden werden. Ebenfalls simuliert werden kann die VHP-Dekontamination. So zeigt sich bereits in einem frühen Stadium, ob alle Oberflächen im Maschineninnenraum erreicht werden. Die Simulation reduziert die Entwicklungszeit erheblich.

Strömungsvisualisierungen führen zu optimierten laminaren Strömungen. © Foto: OPTIMA packaging group GmbH
Strömungsvisualisierungen führen zu optimierten laminaren Strömungen.


Ein Gefriertrockner, der speziell auf kleine und mittlere Batchgrößen zugeschnitten ist: der GT-CS

Mit dem Gefriertrockner CS zielt Optima Pharma auf maximale Flexibilität ab. Er ist auf Produkte zugeschnitten, die neu auf den Markt kommen und zunächst in kleineren und mittleren Stückzahlen produziert werden. Der Gefriertrockner CS ist für die Installation in bestehenden Gebäuden optimiert und flexibel für ein produktionsoptimiertes Gesamtlayout konfigurierbar. Durch seine platzsparende Bauweise ist er zugleich ökonomisch. Die Installation kann als Monoblock oder Dualblock erfolgen, was eine sichere und schnelle Inbetriebnahme ermöglicht.

Der STISO von METALL+PLASTIC setzt neue Maßstäbe in der Isolatortechnologie

Weshalb der Sterilitätstestisolator Stiso von Metall+Plastic – einem Unternehmen der Optima – neue Maßstäbe in der Isolatortechnologie setzt, erfahren die Besucher ebenfalls auf dem Messestand. Der Stiso wird für aseptische sowie aseptisch-toxische Anwendungen eingesetzt. Zu den Vorteilen zählen unter anderem ein durchdachtes Bedienerergonomie-Konzept, volle Flexibilität durch seinen modularen Aufbau, eine schnelle Inbetriebnahme sowie ein im HMI integriertes Handschuhprüfsystem. Mittels katalytischer Belüftung sowie dem Decojet-Verfahren erreicht der Stiso besonders kurze Zykluszeiten in der Dekontamination. Durch den Einsatz der H2O2-Flash-Verdampfung ist der Stiso zudem äußerst wartungsarm. Ein Dekontaminationssystem, das noch schneller ist als der etablierte Decojet, präsentiert Metall+Plastic mit dem Decopulse-System. Die Besonderheit daran: es erzeugt wesentlich kleinere Tröpfchen als klassische Vernebelungssysteme. Mit ihm sind somit noch schnellere und bessere Dekontaminationszyklen möglich.

Laserschneiden und individuelles Dosieren: Optima pharma präsentiert Expertise im Bereich Diagnostik

Im Bereich Diagnostik zeigen die Experten auf einer Linoline-Anlage ihr Know-how – zum Beispiel im Einzelwiegen und individuellen Dosieren. Das Einzelwiegen von Kavitäten und die Zuordnung zur serialisierten Cartridge zählen zu den Highlights der ausgestellten Maschine. Jede Kavität kann individuell dosiert werden. Acht verschiedene Produkte lassen sich in einem Füllvorgang abfüllen. Wie Laserschneiden von Cartridges die Verfügbarkeit von Anlagen erhöht und den Verschleiß reduziert, erfahren Interessierte ebenfalls auf dem Messestand. Führend ist Optima Pharma bei der Dichtigkeitskontrolle gefüllter Cartridges. Die innovative Lösung erlaubt das Testen jeder einzelnen Kammer und ist günstiger als die Systeme der Mitbewerber.

Digitale Lösungen unterstützen Bediener und helfen, Schäden an der Anlage zu vermeiden

Welche hilfreichen digitalen Technologien Optima Pharma entwickelt hat, zeigen die Spezialisten an der Messemaschine SV125. Um eine sichere und schnelle Formatumstellung zu erleichtern, hat das Unternehmen ein Verfahren zur Kennzeichnung von Formatteilen mit 2D-Matrixcodes entwickelt. Der Vorteil: Durch das Einscannen der Codes erfährt der Bediener, wie das Formatteil korrekt zu positionieren ist. Schäden durch falsch montierte Formatteile werden somit vermieden.

Mit dem Life Cycle Management Optima Total Care schöpft Optima die Möglichkeiten der Digitalisierung aus

Dass die Digitalisierung bei Optima nicht mehr nur ein Schlagwort ist, hat das Unternehmen mit dem Life Cycle Management „Optima Total Care“ unter Beweis gestellt. Das bereits auf der Interpack 2017 vorgestellte Programm umfasst Dienstleistungen in jeder Phase des Anlagen-Lebenszyklus. Von der Software Opal profitieren Maschinenanwender bei der Produktionsplanung und Betriebsdatenerfassung. Wo sinnvoll, kommen Mixed Reality-Methoden zum Einsatz – etwa bei der Schulung von Bedienern im Virtual Reality Center des Packaging Valley oder in Form von Head-Mounted Displays, die für die Bedienung und Wartung der Anlagen eingesetzt werden können.

Optima Pharma auf der Achema: Halle 3, Stand A73

stats