Leistritz Workshop
360° Masterbatch-Prozess

19.11.2018 Einen umfassenden „360° Blick auf den Masterbatch-Prozess“ bot der internationale Workshop, zu dem die Leistritz Extrusionstechnik am 6./7. November 2018 nach Nürnberg einlud.

Die Live-Vorführungen im Leistritz Technikum gehören sicherlich zum Highlight des Workshops.
© Foto: Leistritz Extrusionstechnik
Die Live-Vorführungen im Leistritz Technikum gehören sicherlich zum Highlight des Workshops.

„Unser Ziel war es, den Teilnehmern möglichst alle Schritte in der Prozesskette der Masterbatch-Herstellung näher zu bringen und neue, interessante Anhaltspunkte für ihre eigenen Verfahren vorzustellen“, erklärt Anton Fürst, Leistritz Geschäftsführer. Von der Vermahlung, dem Mischen, über den Extrusionsprozess bis hin zum sinnvollen Einsatz von Wachsen und Qualitätstests bekamen die über 130 Teilnehmer Expertenwissen pur. Das kam sehr gut an – findet auch Jürgen Cleenewerck, Manager Production & Technology bei BASF: „Mir als Teilnehmer haben die Vorträge sehr gut gefallen. Sie waren sehr professionell, keine Werbeveranstaltung. Die Atmosphäre lud zum Networking ein, so dass ich sehr gute Gespräche mit Vertretern von Leistritz und den teilnehmenden Partnern führen konnte.“

 

Viele Erkenntnisse aus den theoretischen Vorträgen wurden im Leistritz Technikum live auf den ZSE Maxx-Doppelschneckenextrudern demonstriert. „Highlight unseres Workshops, der dieses Jahr zum 14. Mal stattfindet, ist immer der Besuch unseres Technikums“, sagt Anton Fürst. „Wie gesagt, wollten wir einen Rundum-Blick auf den Herstellungsprozess liefern. Deshalb haben wir am Beispiel eines anspruchsvollen Rot-Masterbatches die gesamte Prozesskette live in unserem Technikum erläutert.“ Zunächst wurde ein Premix aus 50% Wachs und 50% Rotpigment im Mischer hergestellt. Um das Masterbatch in bester Qualität zu erhalten, wurde dieses in einem ZSE 35 I-Maxx verarbeitet. Als Nachfolge kam eine Unterwassergranulierung zum Einsatz. Wie die Farbqualität des fertigen Granulats war, wurde inline anhand einer UV-VIS-Spektroskopie und offline mit einem Druckfiltertest gemessen. Die Bestimmung der Stippenbildung erfolgte mittels einer Blasfolienanlage.  Das Material führte man daraufhin einer ZSE 50 Maxx Folienanlage zu, um eine Tiefziehfolie, bestehend aus 68% Polymer, 30% Calciumcarbonat und 2% Masterbatch, herzustellen. Auch hier warf man wieder einen Blick auf die Materialqualität: Dank des Leistritz Online Dehnrheometers, das am Verfahrensteils vor der Schmelzepumpe angebracht war, konnte die Scher- und Dehnviskosität gemessen werden.

 

Weitere Vorführungen im Technikum waren das Vermahlen von Polymer und die Einarbeitung von 30% Effektpigment in 70% PS im Split Feed-Verfahren auf einem ZSE 27 Maxx Doppelschneckenextruder.  „Es war wie immer eine sehr gelungene Veranstaltung in unserer Workshop-Reihe, die 2020 nach der K-Messe mit aktuellen Themen neu aufgelegt wird“, resümiert Anton Fürst.  

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