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Premiere der Power Pack Plus

06.02.2019 Mehr Prozesssicherheit und verringerter Ressourcenverbrauch beim Verpacken von Frischeprodukten – das verspricht die neueste Generation von Tiefziehverpackungsmaschinen, Power Pak Plus.

© Foto: GEA
Erstmals zur Kundenveranstaltung, den GEA Verpackungstagen Ende letzten Jahres am Produktionsstandort Wallau präsentiert, nutzt der Technologiekonzern Anfang Mai das internationale Parkett der IFFA in Frankfurt, um die Anlage im großen Rahmen vorzustellen.

Entwicklung im Bereich Folienhandling und Hygiene

„Am Anfang der Maschinenentwicklung stand eine Kundenbefragung. Ihr Ziel war es, Kundenwünsche einfließen zu lassen, um zum einen die Prozesssicherheit und die Verpackungsqualität sowie zum anderen die Maschinenlaufzeiten der Tiefziehmaschinen der Power Pak-Produktpalette weiter zu steigern“, berichtet dazu der Produktmanager Thermoforming, Volker Sassmannshausen. Die Bereiche Abwickeln und Zuführen der Folien, Hygiene sowie das Gesamthandling haben sich als Arbeitsschwerpunkte herauskristallisiert. Deshalb sind bei der Tiefziehmaschine Power Pak Plus unter anderem die Siegelstation und der Unterfolieneinlauf komplett neu konstruiert worden, um damit die Abläufe beim Verpacken in der Lebensmittelindustrie nachhaltig zu verbessern.

Optimiertes Folienhandling reduziert den Folienverbrauch

Verändert wurden die Abwicklungssysteme sowohl für die Ober- als auch die Unterfolien. Sie werden motorisch angetrieben und mit dem Vorzugszyklus der Maschine synchronisiert. Gemeinsam mit den beiden neuartigen rotativen bzw. linearen Folienbahn-Spannsystemen spult die Folie kontrolliert und gleichmäßig ab und ermöglicht einen vereinfachten und prozesssicheren Folienlauf. Durch die kontrollierte Abwicklung im Unterfolieneinlaufmodul wird eine Rollneigung bei der Unterfolie vermieden. Die Folienfehler, wie Lagenversatz oder Bogenlauf werden automatisch korrigiert. Als Konsequenz aus den Neuerungen bei Folienabwicklung und Folienlauf ist der Aufbau der Siegelstation angepasst worden. Die gesamte Oberfolienabwicklung ist zugriffsoptimiert im Bereich der Siegelstation angeordnet. Sie wird mit einer vertikal verfahrbaren, transparenten und durchgängigen Einhausung geschützt, die sich für Eingriffsvorgänge einfach und schnell absenken lässt. Auf mehrere abnehmbare Schutzhauben kann vollständig verzichtet werden.

Eine weitere wesentliche Neuerung in der Siegelstation sind die motorisch angetriebenen Evakuier- und Begasungsventile in Kombination mit Drucksensoren. Sie ermöglichen individuelle, reproduzierbare sowie produkt- und packungsabhängige Prozesse. Gesteuert und überwacht werden unter anderem die Bereiche Unter-, Ober- und Produktvakuum. In Summe sorgen sie für die notwendige Prozesstransparenz.

Die Power Pak Plus ist seit dem Sommer 2018 beim Unternehmen Handl Tyrol zum Verpacken seiner Speckprodukte im Einsatz. „Sie hat sich vom ersten Tag an bewährt“, bestätigt der Leiter Produktion am Standort Schönwies, Dieter Roos. Das Unternehmen arbeitet überwiegend mit bedruckten Folien. Packgewichte und Packgrößen ändern sich hier ständig.

„Die Folienabwicklung ist bei dem neuen Maschinenmodell bahnbrechend“, berichtet Roos. „Ober- und Unterfolie sind schnell und einfach eingefädelt. Es müssen keinerlei Einstellungen mehr erfolgen. Folie wird damit nicht mehr verschwendet.“ Handl Tyrol kann die betriebswirtschaftlichen Vorteile der technischen Neuerungen bei der Power Pak Plus nur bestätigen, die da wären: Einsparen der Rüstzeiten um bis zu 70 Prozent, Halbieren der Folienwechselzeiten, 75 Prozent weniger Folienverlust beim Wechsel sowie nahezu Nullprozent Fehlpackungen.

Warten, Instandhalten, Dokumentieren

Mit GEA Performance Plus stehen Service- und Wartungspakete aus dem Baukasten zur Verfügung, die zum einen die Anlagenverfügbarkeit steigern und zum anderen Transparenz über den tatsächlichen Anlagenzustand schaffen. Weitere Ausstattungsoptionen und Softwarelösungen von GEA zeichnen Prozessdaten automatisiert auf, überwachen und protokollieren mögliche Veränderungen kundenspezifisch in Echtzeit. Das übergeordnete Ziel ist, die Verpackungsmaschinen in die jeweilige Organisations- und Datenstruktur eines Unternehmens problemlos zu integrieren und damit die Dokumentationspflicht langfristig zu gewährleisten.

„Insgesamt können wir mit unserem Angebot rund um den Verpackungsprozess unseren Kunden höchste Lösungskompetenz garantieren“, bestätigt abschließend Volker Sassmannshausen. „Sie sind bedien- und prozesssicher sowie ressourcenschonend und werden den vielfältigen Anforderungen beim Verpacken von Lebensmitteln gerecht.“


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