Bobst
Spitzentechnik für das Faltschachtelkleben bei Bruns Kartonagen

25.03.2020 25 Mitarbeiter, vier Faltschachtel-Klebemaschinen und drei Flachbettstanzen von Bobst – unter den Verpackungsherstellern dieser Größe sticht die Bruns Kartonagen GmbH aus Göttingen/Deutschland mit ihrer technischen Ausstattung hervor.

Die neue MASTERFOLD 110 hat die Marktposition von Bruns Kartonagen entscheidend weiter gestärkt: Karsten Hunger (Mitte), Manfred Janowitz, Technischer Service bei Bobst Meerbusch (rechts), und Michael Linden, Vertrieb bei Bobst Meerbusch.
© Foto: Bobst
Die neue MASTERFOLD 110 hat die Marktposition von Bruns Kartonagen entscheidend weiter gestärkt: Karsten Hunger (Mitte), Manfred Janowitz, Technischer Service bei Bobst Meerbusch (rechts), und Michael Linden, Vertrieb bei Bobst Meerbusch.

Mit einer neuen MASTERFOLD 110 und Upgrades bei zwei seiner drei Alpina-Maschinen hat das Unternehmen Anfang 2019 seine Attraktivität im Faltschachtelkleben noch gesteigert. „Einer unserer Kunden hat angefragt, ob wir ihm ein Video zur hohen Flexibilität und Produktionssicherheit unserer MASTERFOLD 110 geben können. Das allein zeigt, wie sehr diese Maschine unsere Marktposition stärkt“, meint Karsten Hunger, einer der drei Geschäftsführer des Unternehmens. Mit dem gleichen Ziel ließ Bruns eine seiner zwei Alpina 110-Faltschachtel-Klebemaschinen und seine Alpina 130 auf die neueste Version der MATIC-Steuerung von Bobst, auf neue Antriebsregler und auf neue Motoren umrüsten.

Streichholzschachteln, Kissenverpackungen, Präsentations- und Flaschen-/Glaskartons, Six-Packs, Buchschuber, Thekenaufsteller und etliche andere Verpackungen für Kunden zahlloser Branchen – das Angebotsspektrum von Bruns ist ausgesprochen breit. Die meisten Aufträge kommen aus der Industrie wie unter anderem der Lebensmittel- und der Pharmabranche. Darüber hinaus nehmen Agenturen und Verpackungshersteller, deren technische Möglichkeiten limitiert sind, die Angebote von Bruns in Anspruch. „Im Faltschachtelkleben, Stanzen und Kaschieren arbeiten wir auch als Lohnfertiger. In Extremfällen sogar über Nacht“, erklärt Hunger. Vor allem die umfassenden Möglichkeiten der Kleberei sind im Markt gefragt. Aus ganz Deutschland schicken Kunden Paletten mit bedruckten Bogen oder schon gestanzten Zuschnitten, um sie in Göttingen zu Faltschachteln verarbeiten zu lassen. Hunger: „Mit unserer neuen Technik können wir noch flexibler und schneller auf die Anforderungen des Marktes reagieren.“

Neues Arbeitsgefühl

Die neue MASTERFOLD 110 und die Upgrades der Alpina-Maschinen haben den Arbeitskomfort für die Maschinenführer deutlich erhöht. Der Rüstprozess ist erheblich vereinfacht. Die MASTERFOLD 110 ist bei Standardschachteln und Wiederholaufträgen gegenüber früher etwa 30 % schneller eingestellt. Wird die Maschine komplett für andere Schachtelvarianten eingerichtet, spart Bruns 10 Minuten der bisherigen Rüstzeit. Bei bis zu zehn Produktionswechseln pro Schicht schlägt das erheblich zu Buche.

Die MASTERFOLD 110 ist mit Einzelantrieben ausgestattet. Diese ermöglichen die Konstruktion der offenen Rahmenplattformen und den Bedienern einen direkten Zugang zu allen Maschinenbereichen. Dieser erleichtert den Einbau der Spezialwerkzeuge und die Wartungsarbeiten. Zudem steht die Konstruktion der Maschine für eine besonders hohe Arbeitssicherheit. Die geschlossenen Bodenflächen der Rahmenplattformen minimieren die Wahrscheinlichkeit, dass bei Auftragswechseln Zuschnitte in der Maschine verbleiben und es Untermischungen geben kann. Die Maschinenführer würden diese auf einen Blick sehen. Schließlich garantieren die Einzelantriebe auch bei hohen Laufgeschwindigkeiten den leisen Betrieb der Maschine. Und sie tragen zu ihrer besonderen Energieeffizienz bei.

Für die Maschinenführer ist die zentrale Bedienung über die am Einleger angebrachte neue HMI-Bedienoberfläche und die MATIC-Steuerung ein Highlight. In ihr ist die gesamte Bedienung der Maschine integriert. Per einfachem Tastendruck können die Maschinenführer zwischen den Ansichten wechseln. Die MASTERFOLD 110 von Bruns ist mit vier Kamerasystemen für die Überwachung „kritischer“ Maschinenbereiche ausgestattet. „Über den Touch-Bildschirm nehmen wir die meisten Einstellungen vor und haben die gesamte Technik unter Kontrolle. Das erspart uns viele Wege“, nennt ein Maschinenführer den Hauptvorteil der zentralen Bedienung. „Wirft zum Beispiel der ACCUEJECT fehlerhaft geklebte Schachteln aus, können wir von hier aus nachsehen, was der Grund dafür ist.“ Sollte es in der Maschine technische Schwierigkeiten geben, sind deren Ursachen über den Touch Monitor in aller Regel schnell lokalisiert. „Gerade in der Lohnfertigung ist es wichtig, Kunden höchste Produktionssicherheit garantieren zu können“, erklärt Hunger. „Mit der MASTERFOLD 110 fällt uns das erheblich leichter.“

Viele Arbeitsschritte automatisiert

Je nach Faltschachtelart reduziert sich die manuelle Arbeit bei Auftragswechseln weitgehend auf den Austausch und das Justieren der Werkzeuge. Die gute Zugänglichkeit zu allen Maschinenteilen, die zentrale Bedienung und die dank der MATIC-Steuerung automatischen Einstellungen – das alles unterstützt die kurzen Rüstzeiten bei der MASTERFOLD 110.

Die Werkzeuge sind zwischen den vier Faltschachtel-Klebemaschinen kompatibel, können also sowohl auf der MASTERFOLD 110 als auch auf den drei Alpinas eingesetzt werden. Seit den Upgrades auf die neueste Version der MATIC-Steuerung ist der Bedienkomfort auch bei zwei dieser Maschinen deutlich erhöht. Ihre intuitive Menüführung ist weitgehend identisch mit der der MASTERFOLD 110, weshalb die Bediener ohne weiteres mit allen Maschinen arbeiten können. Die dritte Alpina sollte ursprünglich verkauft werden, bleibt aber als Back-up und für Spitzenzeiten in Betrieb.

„Bei der Projektierung und Inbetriebnahme hat uns Bobst perfekt unterstützt“, blickt Hunger zurück. Mit Helpline Plus nutzt Bruns den Fernwartungs-Service von Bobst. Um künftig Maschinendaten für Prozessoptimierungen nutzen zu können, sollen die drei Flachbettstanzen von Bobst und die Faltschachtel-Klebemaschinen an die Connected Services des Schweizer Herstellers angebunden werden. Das erlaubt einen noch besseren Überblick über die Produktion und den Zugriff auf die Daten von unterwegs – zum Beispiel um bei kurzfristigen Kundenanfragen zu prüfen, ob die Aufträge realisiert werden können.

www.bobst.com
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