Geschäftsjahr 2017/2018
Wachstumsstrategie Lenze 2020+ geht auf

06.11.2018 In einem insgesamt positiven Marktumfeld hat die Lenze-Gruppe im Geschäftsjahr 2017/2018 ihren strategischen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und ihre finanziellen Kernziele erneut übertroffen. Der Konzernumsatz erhöhte sich im Berichtsjahr um 9,2 % auf einen neuen Rekordwert in Höhe von 741,0 Mio. € und lag damit deutlich über den Erwartungen.

© Foto: Lenze

Das organische, das heißt um Währungseffekte bereinigte Umsatzwachstum betrug sogar 11,2 %. Eine Bestmarke erreichte auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das sich um 12,3 % auf 65,7 Mio. € erhöhte. Die EBIT-Marge stieg auf 8,9 %. Der Jahresüberschuss ist um 21 % gewachsen, dies insbesondere aufgrund einer sich günstig entwickelnden Steuerquote.

 

Digitale Zukunftsthemen, neue Produkte und verstärkter Vertrieb als Wachstumstreiber

Auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Mechatronik aufbauend stärkt Lenze im Rahmen der Umsetzung seiner Strategie 2020+ gezielt seine Position als weltweiter Systempartner für die gesamte Maschinenautomatisierung. Dank skalierbarer Hard- und modularer Software nimmt Lenze hier zunehmend eine führende Rolle ein.

 

Von der Wachstumsdynamik des Unternehmens profitierten die strategischen Sparten Mechatronics und Automation Systems gleichermaßen. Auch der Umsatz in der Zukunftssparte Digital entwickelte sich im Berichtsjahr positiv. Als Taktgeber in der weltweiten Fabrikautomation verfügt Lenze mit seinen zwei Tochtergesellschaften − dem Bremer CPQ-Spezialisten encoway und dem Sindelfinger Software-Unternehmen logicline − über einen maßgeblichen Wettbewerbsvorteil, der es ermöglicht, digitale Services und Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus einer Hand anzubieten. Dazu zählen vor allem zentrale Zukunftsthemen rund um Industrie 4.0 und das Internet of Things (IoT) wie beispielsweise Remote und Predictive Maintenance, Big-Data-Management und -Analytics sowie Virtual Reality oder das Arbeiten mit einem digitalen Zwilling.

 

Auch im Berichtsjahr hat Lenze erneut in den Ausbau des weltweiten Vertriebs investiert und fokussiert seine Vertriebsaktivitäten gezielt auf fünf wachstumsstarke Branchen: Automotive, Consumer Goods, Converting & Printing, Intralogistic und Textile. In diesen Fokusindustrien kann das Unternehmen seine Anwendungs- und Marktkompetenz in hoch automatisierten Produktionsprozessen optimal einbringen. Seine Technologie- und Innovationsstärke konnte Lenze im vergangenen Geschäftsjahr erneut in mehr als 1.000 realisierten Kundenprojekten unter Beweis stellen.

In der Produktentwicklung verfolgt das Unternehmen seit zwei Jahren eine Plattformstrategie, die sowohl Innovationszyklen als auch Marktdurchdringung beschleunigt und sich positiv auf die Kosten in einer schlanken Produktion auswirkt. Die erfolgreiche Frequenzumrichter-generation I500 und der im vergangenen Geschäftsjahr in den Markt eingeführte Servo-Inverter I950 sind erfolgreiche Bausteine für die durchgängige Automatisierungsplattform.

 

Die verstärkten Vertriebsaktivitäten wirkten sich auch regional aus. Den größten absoluten Umsatzanstieg erzielte Lenze in Europa. Asien verzeichnete mit 18,6 % den größten prozentualen Anstieg und der Umsatz in Amerika bewegte sich weiterhin auf hohem Niveau.

 

Profitabilität erhöht

Zum wiederholten Mal konnte die Unternehmensgruppe ihre Profitabilität steigern. Das liegt im Wesentlichen am starken Umsatzwachstum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 12,3 % auf 65,7 Mio. € und erreichte eine neue Bestmarke. Die EBIT-Marge legte auf 8,9 % zu. Die Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE) stieg im Geschäftsjahr 2017/2018 um 1,2 Prozentpunkte auf 23,5 % (Vorjahr: 22,3 %).

 

Spielraum für Investitionen

Unter dem Strich hat die Lenze-Gruppe einen Brutto-Cashflow aus operativer Tätigkeit von 62,3 Mio. € (Vorjahr: 56,1 Mio. €) erwirtschaftet – die Voraussetzung für finanzielle Stärke und Stabilität. Damit hat das Unternehmen ausreichend Spielraum für Investitionen. Am Standort Extertal in Nordrhein-Westfalen entsteht derzeit beispielsweise mit dem Mechatronic Competence Campus (MCC) ein wichtiges Zukunftsprojekt für Lenze. Insgesamt investiert das Unternehmen bis zur geplanten Fertigstellung des neuen Mechatronik-Campus im Jahr 2020 insgesamt rund 50 Mio. € in den Standort.

 

Auch das Eigenkapital wurde gestärkt. Bei einer Bilanzsumme von 483,1 Mio. € betrug das Eigenkapital 321,3 Mio. € (Vorjahr: 299,0 Mio. €). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 66,5 % gegenüber 64,1 % im Vorjahr. Zusätzlich verfügt die Lenze-Gruppe über ein Nettofinanzvermögen in Höhe von 63,0 Mio. € (Vorjahr: 59,4 Mio. €).

 

Strategisch und finanziell gut für die Zukunft gerüstet

Der Vorstand sieht Lenze für die Zukunft strategisch und finanziell sehr gut aufgestellt und positioniert sich selbstbewusst: „Wir wollen nicht weniger als den Takt in der weltweiten Fabrikautomation vorgeben und den digitalen Wandel ganz vorne mitgestalten“, so der Vorstandsvorsitzende Christian Wendler. Für das Geschäftsjahr 2018/2019 rechnet Christian Wendler mit einem moderaten Umsatz- und Ergebniswachstum. „Wir verfolgen unsere Wachstumsstrategie und investieren überproportional in unsere Vertriebskanäle, in Forschung und Entwicklung sowie in das Dienstleistungsangebot im Bereich digitaler Services.“ Lenze bekräftigt, bis zum Jahr 2020/2021 seinen Umsatz auf 850 Mio. € steigern zu wollen – mit den Chancen der Digitalisierung peilt der Automatisierungsspezialist in den kommenden Jahren die Milliarde an.

 

Digitaler Geschäftsbericht 4.0 gibt Einblicke in strategische Ausrichtung von Lenze

Als Unternehmen, das Digitalisierung mitgestaltet, hat Lenze seine Geschäftstätigkeiten und Geschäftsergebnisse auch in diesem Jahr erneut zielgruppenspezifisch und multimedial mit kurzen 30-sekündigen Videos auf einer digitalen Plattform aufbereitet. In diesem Jahr steht der Geschäftsbericht unter dem Motto „Growing.Stronger.Better.Together“. Denn darum geht es im Kern bei der fortlaufenden Umsetzung der vor einem Jahr ins Leben gerufenen Strategie Lenze 2020+, die von allen 3.700 Mitarbeitern weltweit jeden Tag vorangetrieben wird, um das Unternehmen optimal für die Zukunft aufzustellen.

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