GADV: Markt für Verpackungen 2019
Erstmals seit Jahren leicht rückläufig

01.10.2020 Der Verpackungsmarkt zeigt sich erstmals seit Jahren mit einem leicht rückläufigen Ergebnis. Nach Angaben des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV) wurden im Jahr 2019 rund 19 Millionen Tonnen Packmittel hergestellt. Damit sank die Produktionsmenge um 1,8 Prozent.

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Der Produktionswert nahm um 1,0 Prozent auf rund 33 Mrd. EUR ab. Wie in den Jahren zuvor generierten die Kunststoffverpackungen mit einem Anteil von rund 45 Prozent den größten Anteil am Produktionswert, mengenmäßig waren die Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe mit rund 47 Prozent die größte Packmittelfraktion.

Bei der Produktion zeigt sich bei den Packmittelfraktionen ein geteiltes Bild: Die Glasverpackungen verzeichnen einen Zuwachs von 1,2 Prozent. Rückläufig war dagegen die Produktion bei den Metallverpackungen aus Aluminium (minus 4,6 Prozent) und Stahl (minus 4,2 Prozent), den Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton (minus 2,5 Prozent) sowie aus Kunststoff (minus 2,4 Prozent).

Auch beim Produktionswert zeigt sich ein ähnliches Bild: Einen Zuwachs verzeichnen im Jahr 2019 nur die Glasverpackungen (plus 7 Prozent). Rückläufig war dagegen der Produktionswert bei den Verpackungen aus Aluminium (minus 3,3 Prozent), Kunststoff (minus 2,1 Prozent), Stahl (minus 0,7 Prozent) sowie Papier, Pappe und Karton (minus 0,4 Prozent).

„Verpackungen sind ein wichtiger Teil der gesamten Handelskette. Ohne sie wäre eine sichere und zuverlässige Versorgung der Menschen mit Gütern des täglichen Bedarfs nicht denkbar. Durch die Coronapandemie wird vielen Verbrauchern auch wieder bewusster, dass Verpackungen eine wichtige Schutzfunktion innehaben, da sie Lebensmittel und Getränke zuverlässig vor Umwelteinflüssen bewahren“, sagt Johann Overath, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Glasindustrie e.V. und GADV-Sprecher.

Auf politischer Ebene dreht sich in der Verpackungsindustrie alles um das Thema Kreislaufwirtschaft: Recyclingfähigkeit, Anhebung der Sammelquoten für Verpackungen sowie die Diskussion um verpflichtende Rezyklateinsatz-Quoten. „Die Verpackungsindustrie arbeitet weiter daran, ihre Produkte auch im Hinblick auf das Ende des Lebenszyklus zu optimieren und so Kreisläufe zu schließen“, erläutert Overath. Ein wichtiges Thema, denn auch immer mehr Endverbraucher legen Wert auf umweltfreundlichen und nachhaltigen Konsum und beziehen die Umweltfreundlichkeit der Verpackung am Point of Sale in ihre Kaufentscheidung mit ein.

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