GfK-Studie
„Nachhaltige Verpackungen bei Konsumenten der größte Hebel“

27.02.2020 Nachhaltigkeitsthemen aktiv setzen und agieren – statt nur zu reagieren: Das ist laut Werner & Mertz GmbH, Mainz, eine der zentralen Botschaften der qualitativen Studie „Nachhaltigkeit 2020“, die vom Marktforschungsinstitut GfK erstellt und im Rahmen des 39. „Unternehmergesprächs Kronberg“ präsentiert wurde.

© Foto: GfK 2020
Knapp 70 % der deutschen Bevölkerung habe das Bedürfnis, sich nachhaltig zu verhalten. Hersteller der FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods) müssten daher eine kohärente Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen und diese aktiv kommunizieren, um sich mittelfristig behaupten zu können, zitiert Werner & Mertz die GfK-Ergebnisse. Die Konsumenten fokussierten sich in Bezug auf Nachhaltigkeit auf einzelne konkrete Themen. Da Plastikmüll immer noch als größtes Umweltproblem wahrgenommen werde, seien nachhaltige Verpackungen und Plastikreduktion die größten Hebel bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Auf entsprechende Konzepte reagierten sie daher sehr positiv.

Das diesjährige Unternehmensgespräch beleuchtete das Thema „Shopper und Marken in unsteten Zeiten – wenn soziale Verantwortung auf wirtschaftliche Unsicherheit trifft“. Fazit der Studie laut Werner & Mertz: Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten blieben die sozialen, gesundheitlich und ökologischen Ansprüche hoch. Vor allem Herstellermarken ohne sozio-ökologischen Mehrwert würden unter dieser Entwicklung leiden, sage die GfK voraus.

Käufergewinne besonders im Öko-Bereich der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel

Von der steigenden Nachhaltigkeits- und Gesundheitsorientierung profizieren konnten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr besonders Öko-Produkte der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittelbranche. Explizit als Positivbeispiel herangezogen werde dabei – bereits zum zweiten Mal in Folge – die Marke Frosch des Reinigungsmittelherstellers Werner & Mertz. Deren Vollwaschmittel verzeichneten zwischen November 2017 und November 2019 ein Umsatzplus von 55,6 %. Eine weitere Erkenntnis der GfK: Innovative Marken zeichneten sich dadurch aus, dass sie sich auf der massentauglichen Seite der Nische befinden. Besonders inhabergeführte Familienunternehmen wie Werner & Mertz könnten hier punkten.
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