GMK Markenberatung führt Design-Studie durch

07.04.2016

Für die von dem Rat für Formgebung und der GMK Markenberatung durchgeführten Gemeinschaftsstudie Deutscher Markenmonitor wurden 207 Manager mit der Verantwortung für die strategische Führung einer oder mehrerer Marken befragt.


Obwohl für 84 Prozent der Markenmanager Corporate Design zu den wichtigsten Instrumenten der Markenführung zähle, ignoriere knapp die Hälfte der Unternehmen in Deutschland die strategische Nutzung von Design. In 49 Prozent der Firmen spiegele das Produktdesign die Markenstrategie nicht ausreichend wider.

„Dass sich gut designte Produkte besser verkaufen und Design an sich zu einem wesentlichen Differenzierungsmerkmal geworden ist, ist den Unternehmenslenkern durchaus bewusst. Allerdings wird Design nach wie vor nicht, wie etwa Marketing und Vertrieb, als Managementdisziplin betrachtet und ist somit nur selten die Folge strategischer Überlegungen. Meist erst ganz am Ende des Entwicklungsprozesses kommen die Designer ins Spiel und hübschen die Produkte noch etwas auf.
Die fehlende Designkompetenz wirkt sich auch negativ auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen aus, die durch die zunehmende Digitalisierung, wie Industrie 4.0 und das Internet der Dinge für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen immer wichtiger wird“, erklärt Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rates für Formgebung.

Um ein Produkt erfolgreich zu vermarkten, ist der GMK Markenberatung zufolge eine Designstrategie nötig mit klar definierten Designkorridoren und eindeutigen Gestaltungsvorgaben, wie das Produkt auszusehen hat und welche Eigenschaften es aufweisen soll. Bei Festo beispielsweise arbeiten die Designer bereits bei der Entstehung neuer Produkte eng mit der Entwicklungsabteilung zusammen. Das Design ist dabei Teil des technischen Konzepts der Produkte.

„Gerade für B2B-Unternehmen mit hochkomplexen Maschinen, Anlagen und Produkten wird im Zuge der Digitalisierung das Display als Mensch-Maschine-Schnittstelle die einzige Möglichkeit sein, überhaupt noch Marke zu kommunizieren. Ohne eine Designstrategie und die nötige Designkompetenz wird das kaum umzusetzen sein"", gibt Andrej Kupetz zu bedenken.

„Künftig wird die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen in Deutschland entscheidend von deren Designkompetenz mitbestimmt. Ohne eine Designstrategie und eine markentypische Design- und Formsprache, die in allen entwicklungs- und marktrelevanten Unternehmensbereichen greift und das tägliche Handeln mitbestimmt, wird es schwierig, in einem von Digitalisierung und Disruption getriebenen Wettbewerbsumfeld langfristig zu bestehen“, so das abschließende Fazit von Hans Meier-Kortwig, geschäftsführender Gesellschafter der GMK Markenberatung.

www.gmk-markenberatung.de


BU: Andrej Kupetz ist General Manager des Rates für Formgebung und Koautor der Studie Deutscher Markenmonitor.

Bild: GMK Markenberatung
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