Schur Flexibles Group
Nachhaltigkeitsoffensive bei Kunststoffen

03.12.2019 Dr. Martin Berlekamp, Head of Sustainability bei der Schur Flexibles Group, erläutert die Nachhaltigkeitsoffensive des Unternehmens. Damit will sich die Gruppe, spezialisiert auf flexible Verpackungslösungen, noch stärker für einen schonenderen Umgang mit Ressourcen engagieren.

Mit dem 5-R Programm auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Folienproduktion bei Schur Flexibles.
© Foto: Schur Flexibles Group
Mit dem 5-R Programm auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Folienproduktion bei Schur Flexibles.
Die Schur Flexibles Group hat bewiesen, dass Handeln zählt: Mit dem 5R-Programm hat sie eine wegweisende Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt. Diese basiert auf den fünf Säulen Recycling, Replace, Reduction, Renewal und Responsibility und setzt die Leitlinien für das unternehmerische Handeln der Gruppe, die unter anderem mit ihrem Produkt Flexi Close(re) den Deutschen Verpackungspreis 2018 in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ gewann sowie den Verpackungspreis in Gold für herausragende Innovationen erhielt.

Schonender Umgang mit Ressourcen als erklärtes Managementziel

Ein verantwortungsvollerer Umgang mit Kunststoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist eine große gesellschaftliche Herausforderung, welche die gesamte Branche in die Pflicht nimmt. Denn Verpackungen stellen einen hohen Anteil der produzierten Kunststoffe dar. Die Schur Flexibles Group nimmt diese Herausforderung an und ist mit ihrem Produktportfolio längst darauf vorbereitet. Somit unterstützt sie ihre Kunden, deren Nachhaltigkeitsziele und damit letztendlich deren Erfolg im Markt zu erreichen. Viele namenhafte Handelsketten in Deutschland und Europa haben eigene Nachhaltigkeitsprogramme mit klaren Forderungen veröffentlicht, die oft noch anspruchsvoller als die der gesetzlichen Vorgaben sind.

Bei Schur Flexibles ist Nachhaltigkeit ein klares Managementziel, für das die Gruppe die notwendigen Ressourcen bereitstellt und klare Vorgaben macht: Bis zum Jahr 2025 will sie zu 100 % recycelbare Produkte anbieten. Bereits heute zählt das Unternehmen zu den führenden im Bereich materialsparender Anwendungen, gleichzeitig enthält das Portfolio eine ganze Reihe innovativer recyclingfähiger Produkte. „Für 2020 haben wir uns ein ambitioniertes kurzfristiges Etappenziel gesetzt: Bis dahin wollen wir in jedem Segment mindestens eine recycelbare Lösung im Angebot haben. Gleichzeitig haben  wir einen Projektplan, der die Einhaltung der eigenen Ziele und Vorgaben für 2025 sicherstellt“, so Berlekamp.

Fritz Humer, Chief Sales Officer (CSO) bei Schur Flexibles, sieht das Unternehmen damit aktuell in einer spannenden Phase der Neuausrichtung, welche der Gruppe in jüngster Vergangenheit ein kräftiges Wachstum beschert hat und ihn erwartungsvoll in die Zukunft blicken lässt: „Als verantwortungsbewusstes Unternehmen liegt Nachhaltigkeit in unserer DNA. Unser Management sowie der gesamte Mitarbeiterstab arbeiten auf allen Ebenen auf diesem Thema. Das wird  uns zukünftig zum führenden Anbieter nachhaltiger Verpackungslösungen machen und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Wachstumsstrategie.“

Verbesserter Produktschutz und optimiertes Recycling

Das Erreichen von Nachhaltigkeit ist im Bereich der flexiblen Folienverpackungen jedoch eine besondere Herausforderung. Ein wesentlicher Aspekt ist das Recycling als integraler Bestandteil einer Kreislaufwirtschaft. Denn Verpackungsfolien mit ihren verschiedenen Barrierefunktionen zum Schutz des Inhaltes bestehen in der Regel aus einem Materialmix verschiedener Polymere, deren Recyclingfähigkeit nicht immer gegeben ist. Darum sieht Martin Berlekamp einen entscheidenden Ansatz in der Reduzierung des Kunststoffeinsatzes und damit des CO2-Austoßes durch die Verwendung extrem dünner Materialien: „Nur rund drei bis 10 Prozent des CO2-Fußabdrucks von verpackten Lebensmitteln entfällt auf die Verpackung. Dennoch müssen wir uns um genau diesen geringen Prozentsatz kümmern. Hier nachhaltigere Lösungen anzubieten, ist die einfachste Möglichkeit, den CO2-Footprint zu verringern.“

Um das Engagement für mehr Nachhaltigkeit weiter zu verstärken, ist der Verpackungsspezialist zudem u.a. nicht nur Mitglied der Initiativen Ceflex und Save Food, sondern auch in anderen europäischen Organisationen wie z.B. UK Plastics Pact und Ainia. Ceflex ist die Gemeinschaftsinitiative eines Konsortiums europäischer Unternehmen und Verbände, die als unabhängige Organisation seitens der Industrie die gesamte Wertschöpfungskette im Hinblick auf moderne, nachhaltigere Verpackungen auf den Prüfstand stellt und damit auch Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen kann. Die Initiative Save Food hat sich zum Ziel gesetzt, im engen Austausch mit Industrie, Politik und Gesellschaft gemeinschaftliche Konzepte zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung zu entwickeln. „Hier kann unsere Branche mit geeigneten recycelbaren Verpackungslösungen dazu beitragen, den Lebensmittelverderb zu reduzieren und damit insgesamt einen noch größeren Einfluss auf die Verbesserung des CO2-Fußabdrucks nehmen, als nur durch die Reduzierung des Kunststoffeinsatzes“, unterstreicht Martin Berlekamp.

Um die Nachhaltigkeit seiner Verpackungslösungen auch aus diesem Blickwinkel weiter zu optimieren, ist Schur Flexibles eine wichtige Partnerschaft mit Nippon Gohsei eingegangen. Das Unternehmen der Mitsubishi Chemicals Group ist auf EVOH- und PVOH-Barrieren spezialisiert, die verpackte Lebensmittel mit einer wirkungsvollen Barriere gegen Sauerstoff sowie unerwünschte Aromen schützt. In Zusammenarbeit mit Nippon Gohsei – ebenfalls Ceflex-Mitglied – werden maßgeschneiderte Barrierelösungen entwickelt und in die Folien von Schur Flexibles integriert.

Mehr Nachhaltigkeit als deutlicher Wettbewerbsvorteil  

Bei Schur Flexibles ist man stolz auf die proaktive und breit angelegte Nachhaltigkeitsoffensive, von der sich die Gruppe auch Wettbewerbsvorteile und Wachstum verspricht, wie Martin Berlekamp unterstreicht: „Wir haben uns mit unseren nachhaltigen und recycelbaren Lösungen frühzeitig in diesem Marktumfeld positioniert und sind stolz darauf, hier zu den Vorreitern zu gehören. Seit meinem Eintritt in das Unternehmen haben wir zwei größere und ein kleineres Unternehmen erworben. Unser ehrgeiziges Ziel lautet, zu den Top-Five-Playern der Branche in Europa zu gehören. Dafür wollen wir mit der Einführung neuer, innovativer Produkte Marktanteile hinzugewinnen.“ Mit seinem Stand auf der Interpack 2020 plant das Unternehmen, eine erweiterte Palette an innovativen und nachhaltigen Folienverpackungslösungen vorzustellen und damit wieder neue Standards zu setzen.
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