Prezero
Schwarz trifft Vereinbarung mit Suez

16.09.2020 Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) und der französische Suez-Konzern haben nach Informationen der Lebensmittel Zeitung eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der der größte Teil des Entsorgungsgeschäfts der Franzosen in Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg und Polen an den Händler geht.

Für Prezero geht es beim Deal um rund 6.700 Mitarbeiter an 125 Standorten, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro erwirtschaftet haben.
© Foto: Schwarz Gruppe
Für Prezero geht es beim Deal um rund 6.700 Mitarbeiter an 125 Standorten, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro erwirtschaftet haben.

Der Umsatz der Umweltmanagementsparte Prezero soll sich dadurch auf mehr als 1,5 Mrd. Euro verdreifachen.

Im Ringen um die Übernahme des Entsorgungsgeschäfts in vier europäischen Ländern hat die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe offenbar die Konkurrenz ausgestochen: Prezero hat mit dem französischen Suez-Konzern eine Vereinbarung abgeschlossen, die exklusive Verhandlungen über den Verkauf des für die Neckarsulmer wichtigen strategischen Geschäfts vorsieht. Darüber hinaus wird eine strategische Partnerschaft der beiden Unternehmen angestrebt.

Suez kämpft gerade gegen eine feindliche Übernahme durch den Wettbewerber Veolia und sieht die Lidl-Mutter offenbar als Verbündeten. Für die Schwarz-Gruppe wäre der Deal ein wichtiger Schritt hin zum Ziel, bei Verpackungen zusätzlich zu den PET-Flaschen weitere geschlossene Kreisläufe aufzubauen. Dies könnte dem Händler erhebliche Wettbewerbsvorteile verschaffen.

„Die Entsorgungs- und Recyclingbranche steht vor dem Anbruch eines neuen Zeitalters“, begründet Prezero-Geschäftsführer Dietmar Böhm das Interesse an der Suez-Sparte. „Der European Green Deal und eine EU-Plastiksteuer entfalten hierbei enormes Potenzial, um für den Schutz unserer Umwelt und des Klimas den Einsatz von Rezyklaten weiter voranzutreiben.“ Böhm erwartet durch die Übernahme in diesem Bereich wertvolle Synergien.

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