Palcut
Molkerei spart 100 Tonnen Papier

27.01.2020 Nordex Food A/S automatisiert den Verpackungsprozess von Weißkäse und macht bei der Palettierung Schluss mit der Verwendung von Pappe, die durch FSC-zertifiziertes Zwischenlagepapier ersetzt wird. Die Betriebszeiten wurden verbessert und die Molkerei rechnet damit, pro Jahr bis zu 100 Tonnen Papier sparen zu können. Umweltschutz und Produktivität gehen Hand in Hand.

Mithilfe von Palcut und Antim konnte die Molkerei auf eine vollautomatisierte Palettierung umstellen und auf einen großen Teil der manuellen Arbeit verzichten.
© Foto: Palcut A/S
Mithilfe von Palcut und Antim konnte die Molkerei auf eine vollautomatisierte Palettierung umstellen und auf einen großen Teil der manuellen Arbeit verzichten.
Für den Transport der Paletten mit Weißkäse aus der Nørager Mejeri werden die ehemaligen Zwischenlagen aus Pappe nun durch Antim Antirutschpapier ersetzt. Hierbei handelt sich um ein Antirutschpapier, welches das Risiko von Transportschäden reduziert. Antim wird aus FSC-zertifiziertem Recyclingpapier gefertigt, welches mithilfe des Palcut 1200 automatisch auf die passende Größe zugeschnitten wird. Diese Maschine wurde spezifisch an die neuen Verpackungs- und Palettierungslinien angepasst.

Die Molkerei Nørager Mejeri im Norden von Hobro ist Teil der Nordex Food A/S Gruppe, einem großen Produzenten einer Sorte von Weißkäse wie man ihm aus dem Mittelmeerraum kennt. Das Unternehmen expandiert und investiert in neue Technologien, um die Produktion und den Verpackungsprozess effizienter gestalten zu können.

In der Molkerei werden pro Jahr 19.000 Tonnen Weißkäse produziert und täglich verlassen bis zu 300 Paletten mit Käse in verschiedenen Verpackungsarten und -größen die Molkerei. Die zahlreichen unterschiedlichen Käseprodukte werden auf zwei ganz neuen vollautomatischen Verpackungslinien verpackt und palettiert. Hier erfolgt die Produktion in zwei Schichten von 4 bis 22 Uhr. Dazu kommen zwei ältere Linien, auf denen das Palettieren immer noch manuell durchgeführt wird.

Ein einheitliches Papier anstelle von Pappe

Die beiden neuen Verpackungslinien wurden vor Kurzem von der Dansk Maskin Teknik A/S installiert. Mit der neuen Anlage ist das gesamte Handling der Zwischenlagen automatisiert und anstelle von Pappe wird Antirutschpapier eingesetzt. Diese Umstellung erfolgte nach einer Bestandsaufnahme des gesamten Produktionswegs in der Palettierung und im Lager.

„Früher kauften wir die Pappe teuer als Einzelblätter und verpackten manuell“, erläutert Torben Hovgaard, der Molkereichef der Nørager Mejeri. „Aber der manuelle Prozess der Produktion ist schlichtweg zu teuer geworden. Darüber hinaus möchten wir sicherstellen, dass wir uns keine Gedanken über Überstundenzuschläge machen müssen“, erklärt Torben Hovgaard weiter.

Die beiden Verpackungslinien sind jeweils mit einem spezifisch angepassten Palcut 1200 ausgestattet. Dieser befüllt den Packroboter automatisch mit dem Antim Antirutschpapier und schneidet dieses zu. Das Papier wird von einer Rolle mit 3000 Metern abgeschnitten, die für bis zu 14 Tage reicht. Je nach Verpackung und Zieldestination wird Antim zwischen jede oder zwischen jede zweite Lage gelegt.

Spart jährlich bis zu 100 Tonnen Papier

Der Käse wird in sogenannten Easypack-Bechern verpackt, die tiefgezogen sind. Zudem wird er vakuumiert. Anschließend wird der Käse auf bis zu 1,8 Meter großen Paletten verpackt und in einem Kühlhaus gekühlt, bevor diese mit Folie umwickelt werden.

Das neue Verfahren bewirkt, dass die Molkerei Nørager Mejeri pro Jahr bis zu 100 Tonnen Papier sparen kann, indem sie bei der Palettierung die Zwischenlagen aus Pappe durch Antirutschpapier ersetzt. Bei Antim handelt es sich im Vergleich zu den vorherigen 300 Gramm schweren Zwischenlagen aus Pappe um ein 150 Gramm schweres Material.

Die Anzahl der Varianten an Zwischenlagen, die vorrätig sein mussten, wurde dank Antim auf eine einzige reduziert, da Palcut 1200 die Größe des Antirutschpapiers automatisch anpasst, sodass es zu den verschiedenen Palettenformaten passt. Davor mussten verschiedenen Papparten und -formate auf Paletten vorrätig bereitstehen. Diese wurden hervorgeholt und die Mitarbeitenden platzierten die Pappe manuell zwischen den einzelnen Produktlagen.

FSC-zertifiziertes Recyclingpapier

Antim wird ausschließlich aus FSC Recycled Recyclingpapier hergestellt. Dies bedeutet, dass das Antirutschpapier von der unabhängigen und internationalen FSC-Organisation zertifiziert wurde. Diese Zertifizierung stellt für die Kunden eine Garantie dafür dar, dass ausschließlich Recyclingpapier verwenden wird und dass dieses von dritter Stelle geprüft wurde.

„Mit dem zertifizierten Antim wird ein nachhaltiger Papierkreislauf unterstützt und die Umwelt geschont. Zugleich können wir die hohen Ansprüche der Kunden an die Transportsicherheit und an eine effiziente Palettierung erfüllen“, führt der Vertriebsleiter von Palcut A/S Keld Emil Jensen aus.

Die Verwendung von Antirutschpapier nimmt zu

Gemäß einem Bericht des Marktforschungsunternehmens QYResearch wird die Verwendung von Antirutschpapier in Europa über den Zeitraum von 2020 bis 2025 voraussichtlich um 60 Prozent steigen. Dieser Bericht identifiziert Antirutschpapier als ideale Lösung, um während des Transports auf den Paletten die Stabilität der Ware sicherzustellen. „Die Nachfrage wird voraussichtlich steigen, da es sich um eine kostengünstige Lösung handelt, welche den Bedarf am Einsatz von Schnüren und Folie zum Einwickeln reduziert“, sagt der Vertriebsleiter Keld Emil Jensen.  

Auf den verbleibenden zwei Verpackungslinien erfolgt das Palettieren immer noch manuell, aber es ist geplant, dass auch diese schon bald vollautomatisch sein werden.
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