Einwegkunststoffe
EU prüft Verbot von Kunststoffverpackungen

14.01.2020 Die EU-Kommission prüft aktuell, in welche Richtung eine Ausweitung der Regeln für Einwegkunststoffe gehen könnte. Laut EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius wäre ein wichtiger Schritt, ein Verbot für Kunststoffverpackungen oder die Verwendung für Recycling-Kunststoffe vorzuschreiben.

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Im Kampf gegen Kunststoffmüll will die EU-Kommission ein Verbot von Kunstoffverpackungen prüfen. "Wir wollen die Regeln für Einwegkunststoffe definitiv ausweiten und untersuchen gerade, in welche Richtung das möglich wäre", sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius der Tageszeitung "Die Welt". "Ein wichtiger Schritt wäre beispielsweise, Verpackungen aus Kunststoffen zu verbieten oder die Verwendung von Recyclingmaterialien vorzuschreiben."
In der vergangenen Woche hatte die kroatische EU-Präsidentschaft angekündigt, mit den Mitgliedsstaaten über eine mögliche Steuer auf Kunststoffmüll zu sprechen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU ein Verbot etlicher Wegwerfprodukte aus Kunststoffen wie Strohhalme und Wattestäbchen auf den Weg gebracht.

Ein Sprecher von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte am Montag in Berlin, Ziel Schulzes sei eine Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen. Die Europäische Union sei dafür "die richtige Ebene". Sinkevicius renne offene Türen ein, es gebe aber noch keinen konkreten Gesetzgebungsvorschlag. Wenn der vorliege, werde man ihn im Detail bewerten.
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