Nachhaltigkeit
Müll auf dem Fußballfeld

09.08.2018 Neben den traditionell weißen Heim- und schwarzen Auswärtstrikots, wird der aktuelle Champions-League-Sieger in der Saison 2018/19 in einem knallroten Ausweich-Jersey aus Kunststoff-Müll auflaufen.

Stürmer Karim Benzema im neuen Ausweichtrikot von Real Madrid
© Foto: Twitter / @realmadrid
Stürmer Karim Benzema im neuen Ausweichtrikot von Real Madrid
Auf seiner USA-Reise hat Real Madrid das dritte Trikot für die kommende Spielzeit vorgestellt. Dahinter steckt eine Naturschutz-Aktion.

Die Madrilenen zeigen sich künftig im korallrotem Trikot aus Kunststoff-Müll, weil sie auf die Schutzbedürftigkeit der Korallen im Ozean aufmerksam machen wollen. Der Fußballverein hat sich für die Aktion mit der Organisation "Parley For The Oceans" zusammengetan, die sich zur Mission gemacht hat, das weltweite Bewusstsein über den Zustand der Ozeane zu schärfen und Projekte zum Schutz und Erhalt der Weltmeere umzusetzen. Als Mitgründer der Initiative unterstützt Adidas die Organisation bei der Aufklärungsarbeit.

"Ich mag die Farbe und es ist für einen guten Zweck", sagt Real-Spieler Toni Kroos, der gerade zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt wurde, zum neuen Outfit. Er und seine Mitspieler haben das Trikot zum ersten Mal im Spiel des International Champions Cups gegen den AS Rom getragen. Und damit auch gleich 2:1 gewonnen. Wohl eine klassische Win-win-Si­tu­a­ti­on.

Auch der FC Bayern München hat bereits in Trikots aus Plastikmüll gespielt. Im November 2016 hatten sich der deutsche Serienmeister, Ausrüster Adidas, die Initiative Parley For The Oceans und die Agentur We Are Social London eine ähnliche Aktion einfallen lassen und die Bayern-Kicker in Trikots aus Ozeanmüll gehüllt. Die Garne und Fasern wurden dabei aus den recycelten Abfällen gefertigt, die man zuvor an den Küsten der Malediven eingesammelt hat.
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