Iggesund Paperboard
Verpackungsmaterial - ein zentrales Thema für unser Klima

19.12.2018 Der Umstieg von Kunststoff auf Karton kann die Klimaauswirkungen einer Verpackung um 99 Prozent senken. Für Menschen, die Einfluss auf die Wahl des Verpackungsmaterials haben, kann sich diese simple Entscheidung als die größte Klimaauswirkung erweisen, die sie als Produktmanager oder Designer im Laufe ihres Berufslebens bewerkstelligen können.

In Extremfällen kann der Umstieg von Kunststoff auf Karton die Klimaauswirkungen einer Verpackung um bis zu 99 Prozent senken.
© Foto: Iggesund Paperboard
In Extremfällen kann der Umstieg von Kunststoff auf Karton die Klimaauswirkungen einer Verpackung um bis zu 99 Prozent senken.
So lautet die Schlussfolgerung einer Studie, die vom schwedischen Umweltforschungsinstitut IVL im Auftrag von Iggesund Paperboard durchgeführt wurde. Ausgangspunkt war die Untersuchung der üblichsten Verpackungstypen und der Vergleich der Unterschiede in Bezug auf die Klimaauswirkungen je nach der Wahl des Verpackungsmaterials.

„Es gibt zwar Tabellen, in denen die Kohlendioxidemissionen pro Kilo Material aufgeführt sind, aber erst wenn man reale Beispiele für Verpackungen vergleicht, erkennt man die große Bedeutung der Materialwahl“, kommentiert Johan Granås, Sustainability Director bei Iggesund Paperboard.

„Kunststoff ist ein hervorragendes Material für zahlreiche Anwendungen, und auch wir verwenden ihn, wenn wir Karton für Lebensmittelverpackungen herstellen, der zum Schutz des Inhalts mit einer dünnen Kunststoffbarriere versehen wird“, fügt er hinzu. „Doch wir sind der Meinung, dass Entscheidungsträger in der Verpackungsindustrie über die Folgen ihrer Materialwahl aufgeklärt werden müssen.“

Verpackungen für Glühlampen aus Kunststoff oder Karton sind das extremste Beispiel in der Untersuchung. Durch den Umstieg von Kunststoff auf Karton ist es möglich, die Klimaauswirkungen der Verpackung um 99 Prozent zu reduzieren. In dem Beispiel, in dem der Kunststoff noch am besten abschnitt, wurde eine Kartonverpackung für 500 Gramm Pasta mit der entsprechenden Menge an Nudeln verglichen, die in einer dünnen Kunstststofftüte verpackt war. Die Schlussfolgerung war in diesem Fall, dass die Klimaauswirkungen der Kunststofftüte die der Kartonverpackung „nur“ um das 3,25-Fache überstiegen. Und dies trotz der Tatsache, dass die Tüte nur ein Sechstel des Kartons wog und dabei noch erheblich schlechtere Schutz- und Stapeleigenschaften aufwies.

„Es gibt jede Menge Verpackungen, die heute aus keinem anderen Material als Kunststoff hergestellt werden können“, betont Johan Granås. „Aber es gibt auch Verpackungen aus Kunststoff, bei denen sich der Umstieg auf ein anderes Material ganz einfach ohne den Verlust von Funktionen realisieren lässt – also ist es logisch, dort anzufangen, wenn wir die Klimaauswirkungen von Verpackungen reduzieren wollen.“

Für die in der Studie untersuchten Kartonverpackungen wurden die Klimadaten für den Iggesund-Karton Invercote verwendet. Für die Kunststoffmaterialien nutzte IVL Daten aus den Datenbanken, die für Lebenszyklusanalysen eingesetzt werden. Keine der für die Studie untersuchten Kartonverpackungen waren aus Material von Iggesund Paperboard hergestellt.

„Diese Studie zeigt die Klimaauswirkungen verschiedener Arten von Verpackungen. Der Auftrag an IVL lautete, die Studie allgemein zu halten. Weder das Institut noch wir kennen die Klimadaten für jede einzelne Verpackung. Auf der Grundlage der anerkannten Umweltdatenbanken weist die Studie jedoch definitiv auf die große Bedeutung der Materialwahl hin“, so das Resümee von Granås.

Das schwedische Umweltforschungsinstitut IVL wurde 1966 von der schwedischen Regierung und Industrie gemeinsam gegründet, um Forschung auf dem Gebiet der industriellen Luft- und Wasseremissionen zu betreiben. Heute ist IVL ein Umweltinstitut, das sich auf die Wechselwirkung zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Perspektiven konzentriert.
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