Die indonesische Regierung und GPAP
Bekämpfung der Kunststoffverschmutzung

12.03.2019 Die indonesische Regierung hat in Partnerschaft mit der Global Plastic Action Partnership (GPAP) neue Maßnahmen im ehrgeizigen nationalen Plan des Landes angekündigt, um die Verschmutzung durch Schiffskunststoffe um 70 % zu reduzieren, den Abfall um 30 % zu reduzieren und bis 2025 70 % des Abfalls zu entsorgen.

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Das Koordinierende Ministerium für maritime Angelegenheiten und das Ministerium für Umwelt und Forsten werden mit lokalen Unternehmen und Interessengruppen sowie globalen Partnern zusammenarbeiten, um tragfähige Lösungen für die Kunststoffverschmutzung zu bewerten, einen Investitions- und Aktionsplan zu entwickeln, um diesen zu reduzieren, Investitionsmöglichkeiten zu priorisieren und einen Fahrplan für die Umsetzung voranzutreiben.

GPAP, das vom Weltwirtschaftsforum veranstaltet wird, zielt darauf ab, die globale "Take-make-dispose"-Wirtschaft als kreisförmige Wirtschaft neu zu gestalten. Die Partnerschaft wurde so konzipiert, dass Indonesiens Ansatz zur Bekämpfung der Kunststoffverschmutzung als Beispiel dienen kann, das in anderen Ländern angepasst und umgesetzt werden muss.

Indonesiens koordinierender Minister für maritime Angelegenheiten, Luhut B. Pandjaitan, dessen Ministerium bei der Bekämpfung von Plastikabfällen in der Region eine Vorreiterrolle gespielt hat, sagte, dass seine Kinder und Enkelkinder, wenn der Plan verwirklicht wird, unberührte Gewässer in Indonesien genießen können, die reich an biologischer Vielfalt und frei von Plastikverschmutzung sind.

"Wir wollen, dass die nächste Generation in Indonesien eine viel bessere Lebens- und Gesundheitsqualität hat als unsere heutige Generation", sagte er. "Durch die Zusammenarbeit und die starke Teamarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum können wir öffentliche, private und kommunale Unterstützung mobilisieren, um den Reichtum unserer marinen Biodiversität für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten."

GPAP arbeitet mit Interessengruppen aus dem gesamten Kunststoff-Ökosystem zusammen, um gemeinsam eine Roadmap für umsetzbare Lösungen zu entwickeln. Die erfolgreiche Umsetzung hängt von der Qualität der zugrunde liegenden Daten und Analysen ab.

Um dies zu unterstützen, werden Pew Charitable Trusts und Systemiq ein Analysemodell für datengesteuerte Entscheidungsfindung entwickeln. Ein Team in Jakarta sammelt lokale Abfallwirtschaftsdaten und erstellt ein Modell, das Lösungen bewertet, die zum 70%igen Reduktionsziel beitragen können. Zu diesen Lösungen gehören:

  • Reduzierung von Überverpackungen
  • Innovation bei recycelbaren Kunststoffen
  • Substitution von Materialien
  • Steigende Recyclingquoten
  • Verbesserung der Abfallerfassung.

Für jede Lösung wird das Modell den Investitionsbedarf, den Zeitrahmen, den ökologischen Fußabdruck und die Treibhausgasemissionen sowie die Auswirkungen auf das Leben der Menschen schätzen.

In Indonesien wird die Arbeit der Partnerschaft von Minister Luhut geleitet. Die Partnerschaft arbeitet mit Unternehmen, der Zivilgesellschaft und Regierungsorganisationen aus einer Reihe von Sektoren zusammen, darunter: Chandra Asri Petrochemical, Coca-Cola Amatil, das Koordinierende Ministerium für Maritime Angelegenheiten, Dow, die Ellen MacArthur Foundation, Evoware, Giti Group, der Indonesian Business Council for Sustainable Development (IBCSD), Indorama Synthetics, das Ministerium für Umwelt und Forstwirtschaft, Indofood CBP Sukses Makmur, Pepsi Co, Nestlé, The World Bank und WWF Indonesia.

Das Naturerbe bewahren

"Gemeinschaften, Unternehmer und Regierungsbehörden in ganz Indonesien verstärken den Kampf gegen die Verschmutzung durch Kunststoffe", sagte Dominic Waughray, Leiter des Centre for Global Public Goods, Mitglied des Vorstands des Weltwirtschaftsforums. "Die Einzigartigkeit der Global Plastic Action Partnership besteht darin, der Welt zu zeigen, dass wir durch schnelles, abgestimmtes, wissenschaftlich fundiertes Multistakeholder-Handeln diese scheinbar hartnäckigen Probleme lösen und unser Naturerbe für zukünftige Generationen bewahren können."

Kristin Hughes, neu ernannte Direktorin der Global Plastic Action Partnership, sagte: "Ich freue mich sehr, dieser wichtigen Initiative beizutreten. Dank der Führung der indonesischen Regierung und des innovativen Ansatzes der lokalen Industrie können andere Länder aus ihren Erfahrungen lernen, um Verpflichtungen in Maßnahmen umzusetzen".

Erste nationale Partnerschaft

Es handelt sich um die erste nationale Partnerschaft von GPAP, einer im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen öffentlich-privaten Partnerschaft, die das politische und unternehmerische Engagement zur Bekämpfung der Plastikbelastung in konkrete Strategien und investierbare Aktionspläne umsetzt. Dazu gehören beispielsweise die Bemühungen der Commonwealth Clean Oceans Alliance, der Ocean Plastics Charter sowie das New Plastics Economy Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation.

GPAP wird vom Weltwirtschaftsforum mit Unterstützung der Regierungen Kanadas und Großbritanniens sowie globaler Unternehmen wie The Coca-Cola Company, Dow, Pepsi Co und Nestlé ausgerichtet. Es ist eine Initiative der Platform for Accelerating the Circular Economy (PACE) und The Friends of Ocean Action.

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