Actega DS
Verpackung auf ein Mindestmaß reduzieren

08.08.2018 Ein wesentliches Ziel von Regelungen der Produktverantwortung ist es, Herstellern Anreize zu geben, bereits bei der Gestaltung und Herstellung von Produkten die Umweltauswirkungen der Produkte über deren gesamten Lebensweg und insbesondere auch bei der späteren Entsorgung zu berücksichtigen.

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Vor diesem Hintergrund hat der Gesetzgeber die Produktverantwortung im Verpackungsgesetz (VerpackG) um eine Regelung zu einer monetären Anreizsetzung durch die Systeme im Rahmen der Systembeteiligungsentgelte erweitert – so steht es in der BT-Drucksache 18/11274 über den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Getrennterfassung von wertstoffhaltigen Abfällen.

 

Ziel des neuen Verpackungsgesetzes, das die Produktverantwortung für Verpackungen deutlich anspruchsvoller regelt, ist es, dass schon bei der Konzeption der Verpackung die Umweltauswirkungen bedacht und im Preis spürbar werden. Denn Verpackungen, so die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR), haben grundsätzlich eine wichtige Schutzfunktion, aber in Punkto Vermeidung und Verwertung gebe es noch ein deutliches Verbesserungspotenzial. Verpackungen müssten auf das Mindestmaß reduziert werden.

 

Als Folge davon werden Verpackungen, die nicht oder schlecht recycelbar sind, ab dem kommenden Jahr teurer werden, stellt die ZSVR, als neue Behörde zuständig für die Kontrolle des Verpackungsrecyclings, fest. Verpackungen, die hingegen in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können und aus denen wieder neue Produkte und Verpackungen entstehen, werden besser gestellt. Dazu gibt die ZSVR eine erste Orientierungshilfe für die Bemessung des recyclinggerechten Designs von Verpackungen heraus, womit den dualen Systemen frühzeitig die Möglichkeit gegeben werden soll, die finanziellen Anreize für die Recyclingfreundlichkeit der Verpackungen auszugestalten.

 

Recyclingquote

Vor dem Hintergrund, dass die gesetzlich vorgegebenen Recyclingquoten für Verpackungen aus Aluminium, Eisenmetallen, Papier und Glas bis zum Jahr 2022 auf 90 % ansteigen sollen, für Kunststoffe auf 63 % sehen sich die Hersteller von Metallverpackungen, Flaschen- und Gläserverschlüssen auf einem guten Weg.

 

Verpackungen und Verschlüsse aus Metall, so der Verband Metallverpackungen, sind wertvolle Sekundärrohstoffe, die dem Boden entnommen und verarbeitet werden, um sie als Verpackung zu gebrauchen. Danach wird das Material weiteren Anwendungen zur Nutzung überlassen. Es wird also nicht verbraucht, sondern lediglich verwendet. Metallverpackungen und Verschlüsse nehmen beim Recycling nicht nur eine Spitzenposition ein (mit 74,7 Prozent in Europa und 90,8 Prozent in Deutschland verzeichnen Verpackungen und Verschlüsse aus Metall seit Jahren die höchsten Recyclingraten aller Packmittel), sondern meistern auch den Übergang in eine Kreislaufwirtschaft, die zentraler Baustein der europäischen und nationalen Gesetzgebung ist. Abnehmern aus der Füllgutindustrie und dem Handel wird damit ein hohes Maß an Planungssicherheit geboten.

 

Alternative Provalin

Und das gilt in besonderem Maße für Abnehmer von Metallverschlüssen mit Dichtungsring ohne PVC und Weichmacher. Denn anders als PVC, das bis zu 45 Prozent fettlösliche Weichmacher enthalten kann, die bei Kontakt mit fetthaltigen Lebensmitteln in diese übergehen können, sind auf thermoplastischen Elastomeren (TPE) basierende Dichtungslösungen migrationsarm. Mit Provalin von Actega DS steht eine innovative, patentierte Dichtmasse frei von PVC, Phthalaten oder anderen, als bedenklich eingestuften, Weichmachern zur Verfügung. Mit der Provalin -Familie für alle Arten von Füllgütern, Abfüll- und Verschließprozessen wird allen Beteiligten und Verantwortlichen entlang der Lebensmittelkette höchste, geprüfte Lebensmittelsicherheit und die Erfüllung aller EU-Vorschriften geboten. Langzeitstudien und Migrationsprüfungen bestätigen dies eindrücklich.

 

Provalin wurde - nicht zuletzt auch aufgrund entsprechender EU-Vorschriften (u.a. EU 10/2011 bzw. PIM), der Forderung seitens des Handels nach PVC- und Weichmacherfreien Lösungen  und der Forderung von Verbrauchern nach nachhaltigen Verpackungsmaterialien - schon vor rund zehn Jahren entwickelt, getestet, überarbeitet, ab 2010 peu à peu zur Marktreife gebracht. Seit 2011 kommerziell, wird diese Dichtungslösung inzwischen von einigen der größten Händler genutzt. Die Provalin -Familie ist auf eine Vielzahl von Varianten angewachsen, entsprechend der Füllgüter und Abfüllvorgänge (z.B. für die Kühlkette, für ölhaltige Füllgüter, für Sterilisation und Pasteurisation, etc.). Mit inzwischen mehr als einer Mrd. Twist-Off-Verschlüssen pro Jahr im europäischen Markt, ist diese PVC-freie Lösung alternativlos.

 

Mit Provalin 1771 und 1741 sind inzwischen auch für den hochsensiblen Bereich von Baby-Food und besonders empfindliche Füllgüter den EU- und FDA-Bestimmungen entsprechende Lösungen gefunden worden. Bereits seit 2009 arbeitet Actega DS mit unterschiedlichen Verschlussherstellern und Markenanbietern am schwierigen Projekt Press Twist (P/T)-Verschluss zusammen. Die nun entwickelten Dichtungslösungen sind für alle Füllgüter mit Wärmebehandlung (Pasteurisation und Sterilisation) sowie für die unterschiedlichsten Deckelgrößen einsetzbar. Auch hier liegen bereits ausführliche Tests u.a. hinsichtlich Verarbeitung, Lagersicherheit, Vakuum-Erhalt, Öffnungseigenschaften und Migration mit hervorragenden Ergebnissen vor.

Insgesamt setzt Provalin somit den Standard für migrationsarme Anwendungen im Verpackungsbereich.

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