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Bundesministerium will Fehlalarmen nachgehen

10.08.2020 Im securPharm-System kam es Anfang Juli noch zu durchschnittlich 10.000 Alarmen pro Tag, zumeist seien es triviale Fehlalarme. Eine häufige Ursache sind Handhabungsfehler, wie etwa das doppelte Ausbuchen einer Packung, heißt es seitens securPharm.

Im securPharm-System kam es Anfang Juli noch zu durchschnittlich 10.000 Alarmen pro Tag
© Foto: securPharm e.V.
Im securPharm-System kam es Anfang Juli noch zu durchschnittlich 10.000 Alarmen pro Tag

Das Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird mit Unterstützung von securPharm einige dieser Fälle nun vermehrt untersuchen. Daher kann es ab 10. August dazu kommen, dass das BfArM zur Abklärung dieser Alarmmeldungen einzelne Marktakteure kontaktieren wird.

Aufsichtsbehörden haben generell ein Recht darauf, Informationen zu Alarmen und einzelnen Packungen im securPharm-System zu erhalten, sie nachzuverfolgen und involvierte Stellen anzusprechen. Derzeit erhalten sie die sogenannten Prüfpfade noch auf Anfrage bei der Geschäftsstelle von securPharm. Perspektivisch erhalten Behörden jedoch die Möglichkeit, selbständig Prüfpfade über einen eigenen System-Zugang abzufragen. Sobald diese Möglichkeit besteht, werden die Nutzer des securPharm-Systems informiert.

Vor eineinhalb Jahren, am 9. Februar 2019, ging das securPharm-System für die Umsetzung der EU-Fälschungsschutzrichtlinie in Apotheken, Kliniken, pharmazeutischen Großhandlungen und Pharmaunternehmen an den Start. Nahezu alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die seitdem in Verkehr gebracht werden, müssen zusätzliche Sicherheitsmerkmale – einen Erstöffnungsschutz und eine individuelle Packungsnummer – tragen und werden noch einmal auf Echtheit geprüft, ehe sie den Patienten erreichen.

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