VDMA
Rekord-Umsatz für „Sehende Maschinen“

29.08.2016 Die deutsche Bildverarbeitungsindustrie hat 2015 einen Rekordumsatz von 2 Milliarden Euro erzielt – ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb von zehn Jahren hat sich damit der Umsatz der Branche verdoppelt.

Grund für den Boom: Mit Bildverarbeitungssystemen lernen Maschinen und Roboter zu „sehen“. Diese Schlüsseltechnologie kommt nicht nur im weltweiten Automations-Wettlauf der klassischen Industriezweige verstärkt zum Einsatz, sondern erobert auch ganz neue Branchen. 2016 dürfte sich der Wachstumskurs laut VDMA-Prognose mit einem Umsatzplus von 8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro fortsetzen.

„Maschinen und Robotern praktisch ein Augenlicht zu geben revolutioniert die Automation rund um den Globus“, sagt Dr. Horst Heinol-Heikkinen, Geschäftsführer Asentics und Vorstandsmitglied VDMA Industrielle Bildverarbeitung. „Die Nachfrage wird wesentlich von in Deutschland entwickelter Technologie getrieben, mit der sich die Qualitätssicherung in der Fertigung oder Diagnosemöglichkeiten in der Medizin entscheidend verbessern lassen. Diese Entwicklung schlägt sich für die deutsche Bildverarbeitungsindustrie in hervorragenden Umsatz- und Wachstumszahlen nieder – die Zukunftsaussichten sind exzellent.“

Allein im deutschen Markt verzeichnete die Branche 2015 ein Umsatzplus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Export liegt das europäische Ausland an der Spitze: Der Anteil am Gesamtumsatz belief sich 2015 auf 23 Prozent. Asien folgte mit 21 Prozent – wobei China alleine für 9 Prozent am Gesamtumsatz stand. Das Wachstum im Reich der Mitte lag im Vergleich zum Vorjahr bei beeindruckenden 19 Prozent. Ebenfalls wachstumsstark war Nordamerika mit einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die USA, Kanada und Mexiko machten zusammen 12 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Ausblick 2016: Für dieses Jahr rechnet die Branche in Asien mit einem Umsatzplus von 15 Prozent, in Amerika mit 14 Prozent und in Europa mit 5 Prozent. Während Asien und Amerika eindeutig als Wachstumsmotoren identifiziert werden, bleibt man bei der Entwicklung in Europa vorsichtig. Risiken und Chancen sind: die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise, die Wechselkurse und nicht zuletzt politische Krisen.

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BU: Mit einem Umsatz von 2 Milliarden Euro 2015 hat die Bildverarbeitungsindustrie ein Plus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt.

Bild: VDMA
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