VDMA
Print 4.0 wird transatlantisch

13.06.2016

© Foto: VDMA
Am Rande der Weltleitmesse Drupa haben sich Dr. Markus Heering, der Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Druck- und Papiertechnik und Thayer Long, der neue Präsident des US-Drucktechnikverbandes NPES (Association for Suppliers of Printing, Publishing and Converting Technologies), auf die Fortsetzung der engen Zusammenarbeit beider Verbände verständigt. Thayer Long, der den bisherigen NPES Präsidenten Ralph J. Nappi im April 2016 ablöste, zeigte sich nach dem Treffen mit Heering vor allem von den Fortschritten des deutschen Druckmaschinenbaus im Bereich Print 4.0 beeindruckt.

„Ich möchte als NPES-Präsident dazu beitragen, dass unsere Mitgliedsunternehmen noch erfolgreicher im Markt agieren können und profitabler werden. Digitale Vernetzung von Drucktechnik ist ein Schlüssel dazu“, sagte Long bei einem Besuch des VDMA-Stands auf dem Düsseldorfer Messegelände. Darum habe er sich mit Heering für diesen Bereich auf engere Zusammenarbeit verständigt. „Wir sind sehr an den Initiativen des VDMA im Bereich Print 4.0 interessiert und ich denke, dass wir gerade in der Frage von Branchenstandards einiges von unseren deutschen Kollegen lernen können“, sagte er. Fernziel müsse ein gemeinsamer Industriestandard für die digitale Vernetzung sein, um die technologische Vielfalt der Hersteller dies- und jenseits des Atlantiks optimal zusammenführen und ihre jeweiligen Stärken für Kunden nutzbar machen zu können.

Weiterhin wollen sich die Verbände für bessere politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen stark machen, ihren Austausch über Normen und Standards sowie über Fragen der Aus- und Weiterbildung fortsetzen und nicht zuletzt Möglichkeiten für gemeinsame Forschung ausloten. Letzteres wird laut Heering auch dadurch begünstigt, dass einige Mitgliedsunternehmen beiden Verbänden angehören. „Auch die Mitarbeit von VDMA und NPES in nationalen Standardisierungsgremien bietet viele Chancen zum  vertieften Austausch. Der Druckereimaschinenbau kann davon nur profitieren“, erklärte Heering.

Laut Heering hat die Drupa die hohen Erwartungen übertroffen. „Nicht nur unser eigener VDMA-Stand ist auf enorme Resonanz gestoßen, sondern wir haben von unseren Mitgliedsunternehmen die Rückmeldung, dass die Qualität der Gespräche, die Zahl und der Umfang der Kontakte und Neubestellungen überaus erfreulich waren“, berichtet er. „Unsere Hersteller haben die zuletzt schwierigen Jahre genutzt, um passgenaue Lösungen für den veränderten Bedarf in der Druckindustrie zu entwickeln“, so Heering. Der VDMA Fachverband Druck- und Papiertechnik habe die Neuausrichtung unter anderem mit der Workshop-Reihe „Print 2030“ unterstützt, um positive Leitbilder zu entwickeln und neue Chancen in Märkten wie dem Industriellen Druck oder im 3D-Printing zu identifizieren. Beides zähle nun zu den Schwerpunkten auf dem VDMA-Stand und zu den Highlight-Themen der Drupa. „Wir haben allen Grund dazu, optimistisch nach vorn zu schauen. Der Druck ist eine Branche mit Zukunft!“

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BU: Dr. Markus Heering, der Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Druck- und Papiertechnik und Thayer Long, neuer Präsident des US-Drucktechnikverbandes NPES haben sich auf die Fortsetzung der engen Zusammenarbeit beider Verbände verständigt.

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