Upakovka/Upak Italia 2014

12.02.2014

© Foto: Messe Düsseldorf
Verpackungen spielen im russischen Markt weiterhin eine bedeutende Rolle, das Interesse an innovativen Technologien und Materialien zur Produktion ist ungebrochen. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, im Süßwarenmarkt, im Kosmetiksektor und in der Pharmabranche werden die Ansprüche der Konsumenten an Waren und ihre Aufmachung besonders deutlich, die Verpackungshersteller in der russischen Föderation investieren, um ihre Marktposition zu verbessern. Auch der  Bereich der Industrie- und Transportverpackungen, insbesondere für Baumaterialien, nimmt an Bedeutung zu. Erweiterung und Modernisierung russischer Anlagen sind die Folge, hochleistungsfähige, energie- und ressourceneffiziente Maschinen finden große Beachtung. Zudem besteht ein  beträchtlicher Bedarf an innovativen Verpackungsmaterialien.

Entsprechend groß war das Interesse an der Upakovka/Upak Italia 2014, der führenden russischen Fachmesse für Verpackungsmaschinen, Prozesstechnik, Verpackungsproduktion und Packmittel. Sie fand bereits zum 22. Mal in Moskau statt und wird veranstaltet von der Messe Düsseldorf gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft OOO Messe Düsseldorf Moscow in Kooperation mit dem italienischen Veranstalter Centrexpo. Vom 28. bis 31. Januar zog sie 20.000 Fachbesucher aus Russland und den Nachbarstaaten der GUS an, gemeinsam mit der gleichzeitig stattfindenden Interplastica 2014, Internationale Fachmesse für Kunststoff und Kautschuk.

Fast 300 Aussteller präsentierten ein umfassendes Angebot auf rund 5.500  Quadratmetern verkaufter Nettofläche. Die Unternehmen berichteten über interessante und nachhaltige Gespräche mit bereits existierenden und neuen Kunden, es kam auf der Messe zu konkreten Verhandlungen und Vertragsabschlüssen. In manchen Bereichen war allerdings auch festzustellen, dass die aktuelle Schwäche des Rubels und die damit verbundene wirtschaftliche Unsicherheit sowie neue gesetzliche Regelungen z. B. für alkoholische Getränke die Nachfrage abgekühlt hat. Erhard Wienkamp, Bereichsleiter der Messe Düsseldorf, zog ein positives Fazit: „Die russische Föderation, mit rund 143 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Europas, zählt zu den wichtigsten Absatzmärkten für Nahrungsmittel, Getränke, Kosmetik und pharmazeutische Produkte. Moderne Verpackungslösungen sind für diese Industrien von größter Bedeutung, das Interesse der Experten an Produkten und Dienstleistungen war auf der Upakovka/Upak Italia beeindruckend. Die Tatsache, dass wir wenige Wochen vor Beginn der Weltleitmesse Interpack vom 8. bis 14. Mai in Düsseldorf  mit der Upakovka/Upak Italia ein konstant hohes Besucherinteresse erfahren haben, zeigt den Stellenwert der Veranstaltung in einem wichtigen Markt.“

Diese Einschätzung bestätigt Dr. Guido Corbella, Geschäftsführer von Centrexpo. „Die italienischen Anbieter haben nach wie vor großes Interesse am russischen Verpackungsmarkt, der in den meisten Bereichen – insbesondere im starken Nahrungsmittel- und Süßwarenbereich - ein stabiles Wachstum aufweist. Und sie behaupten sich mit ihrem innovativen und weitreichenden Angebot ausgesprochen gut in dieser Region. So stiegen die Exporte für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen von Italien nach Russland  in den ersten elf Monaten des Jahres 2013 um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.“

Für die deutschen Anbieter von Verpackungs- und Nahrungsmittelmaschinen hat Russland nach wie vor einen hohen Stellenwert, liegt hinter den USA und China auf Platz 3 in der Exportstatistik. Nach den Zuwächsen in den vergangenen Jahren war in 2013 ein Rückgang bei den Ausfuhren zu verzeichnen: Das Gesamt-Exportvolumen von deutschen Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen nach Russland lag in den ersten elf Monaten des Jahres 2013 mit 432 Millionen Euro um 14 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Süßwaren- und Bäckereimaschinen sowie Fleischverarbeitungsmaschinen schnitten dabei besser ab als Verpackungsmaschinen.

Vera Fritsche vom VDMA-Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen betont die Bedeutung des russischen Marktes: „Der Bedarf an moderner Technologie ist bei weitem nicht gesättigt und das Interesse groß. Allerdings wird derzeit nur verhalten investiert, denn der russische Konsument ist zurückhaltender geworden. Ganz besonders deutlich merkt man das im Bereich hochprozentiger Alkoholika: Durch die höhere Besteuerung und Verkaufsbeschränkungen ist die Nachfrage stark zurückgegangen. Der Absatzmarkt Russland ist aktuell mit Unsicherheiten behaftet, bietet aber weiterhin große Chancen. Und deutsche Produkte haben aufgrund ihrer innovativen Technik und Zuverlässigkeit einen sehr guten Ruf; die russischen Kunden wissen die Qualität, den umfassenden Service und die Beratung durch die Lieferanten zu schätzen.“

Aus 28 Ländern stammten die Aussteller der Upakovka/Upak Italia, Länderbeteiligungen mit offiziellen Gemeinschaftsständen gab es aus Deutschland, Frankreich und Italien. Das größte Ausstellerkontingent stellte das Gastgeberland Russland mit 86 Unternehmen, es folgten Italien mit 71 und Deutschland mit 63 Ausstellern.

Guten Zuspruch fand einmal mehr das fachliche Rahmenprogramm unter dem Titel „Future Forum“. In Workshops und Vorträgen wurden aktuelle Themen der Verpackungsbranche aufgegriffen, dabei ging es um Lösungen für hygienische Verpackungen ebenso wie um aktuelle Tendenzen in der Karton- und Faltschachtelindustrie, um Design- und Marketingaspekte sowie Finanzierungsfragen. Auf großes Interesse stieß auch die neue Themenwelt „World of Packaging Materials“. In ihrem Mittelpunkt stand nicht allein innovative Maschinentechnologie für die Verpackungsindustrie, sondern auch die Auswahl der passenden Packmittel,  die Gestaltung und Markenbildung von Verpackungen.

www.messe-duesseldorf.de

BU: Die nächste Upakovka/Upak Italia wird vom 27. bis 30. Januar 2015 in Moskau stattfinden, wieder parallel zur Interplastica.

Foto: Messe Düsseldorf
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