Rexam
Beteiligung an Nachhaltigkeitsinitiative

03.02.2015 Führende Unternehmen der Aluminiumindustrie, darunter der Getränkedosenhersteller Rexam, haben einen umfassenden Nachhaltigkeitsstandard vorgestellt. Die neuen Richtlinien zielen darauf, die Leistungen der Branche in den Bereichen Umwelt, Soziales und Corporate Governance entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern. Unter anderem soll dadurch die Emission von Treibhausgasen weiter reduziert werden. Die einjährige Entwicklungsarbeit des so genannten „Performance Standard“ der Aluminium Stewardship Initiative (ASI) begann im Januar 2014.

© Foto: Rexam
Der neue Leistungsstandard befasst sich mit allen Herausforderungen entlang der Aluminiumwertschöpfungskette – von der Bauxitgewinnung, über die Produktion von Wirtschafts- und Verbrauchsgütern, bis hin zum Recycling von Aluminiumabfällen, die im Rahmen der industriellen Produktion und durch den Endverbraucher anfallen. Für die folgenden elf Themenfelder wurden Richtlinien und Kriterien definiert: „Integrität im Geschäftsgebaren“, „Geschäftsgrundsätze und Management“, „Transparenz“, „Materialverantwortung“, „Emission von Treibhausgasen“, „Emissionen, Abwasser und Müll“, „Wasser“, „Biodiversität“, „Menschenrechte“, „Arbeitsrechte“ sowie „Gesundheit und Sicherheit im Berufsleben“.

Rexam hat mit zahlreichen Lieferanten wie Constellium, Hydro, Novelis und Rio Tinto Alcan sowie mit 14 NGOs dazu beigetragen, die Grundsätze und Kriterien des ASI Performance Standards zu definieren. „Dieser Nachhaltigkeitsstandard ist ein Meilenstein in der Geschichte der Aluminiumindustrie und wir sind froh, einen Beitrag dazu geleistet zu haben“, so John Revess, Group Sustainability Director bei Rexam. „Rexam produziert mehr als 55 Milliarden Getränkedosen jährlich. Der Leistungsstandard wird es uns ermöglichen, unseren Kunden zu allen Bereichen der Wertschöpfungskette, unabhängige, glaubwürdige und nachprüfbare Informationen zu liefern. Kein anderes Verpackungsmaterial kann dieses Maß an Kontrolle und Transparenz in Sachen Nachhaltigkeit vorweisen.“

Der Standard wird im Rahmen einer Zertifizierung für alle Akteure entlang der Aluminium-Wertschöpfungskette durch unabhängige Dritte implementiert. Unternehmen wie Audi, die BMW Group, Jaguar Land Rover und Nestlé Nespresso SA haben bereits angedeutet, zertifiziertes Aluminium kaufen zu wollen, sobald es verfügbar ist. Rexam ermutigt seine Kunden aus der Getränkeindustrie, zukünftig ebenfalls auf zertifiziertes Aluminium zu setzen.

„Die Aluminiumindustrie ist bestrebt, die Wertschöpfung ihrer Produkte und Aktivitäten zu maximieren und gleichzeitig deren Belastung für Umwelt und Gesellschaft zu minimieren. Deshalb arbeiten wir mit Vertretern der Aluminiumbranche und diverser gesellschaftlicher Gruppen zusammen, um die Leistung der Betriebe zu verbessern und dabei nachhaltiger zu gestalten. Davon profitieren am Ende alle“, so Jostein Soreide, Manager Sustainability and LCA bei Hydro sowie stellvertretender Vorsitzender der ASI Setting Standard Group.  

Um produktspezifische Auslobungen zu ermöglichen, wurde darüber hinaus ein so genannter „Chain of Custody Standard“ entwickelt. Dieser wird im Laufe des Jahres veröffentlicht. Pilotprojekte zur Einführung des „Performance Standards“ sowie des „Chain of Custody Standards“ sollen ebenfalls noch in diesem Jahr starten. Die Zertifizierung der ersten Marktprodukte ist für 2018 vorgesehen.  


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BU: Dosen-Recycling

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