Herma
Starkes Wachstum geplant

10.02.2014

© Foto: Herma
Ein boomender Internet-Handel mit logistischen Herausforderungen, neue EU-Vorschriften zur Produktverfolgung wie etwa bei Medikamenten und eine robuste internationale Nachfrage nach modernster Kennzeichnungsstechnologie v. a. auch in den aufstrebenden Schwellenländern: Etikettierer und Etikettieranlagen von Herma spielen dabei immer häufiger eine zentrale Rolle. Bis zum Jahr 2020 will das auf Selbstklebetechnik spezialisierte Unternehmen seinen Umsatz mit Etikettiermaschinen nun verdoppeln. Allein dieser Geschäftsbereich – bislang mit Abstand der kleinste – soll dann rund 55 Mio. Euro zum Gruppenumsatz beitragen. „Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Aber wir wollen dafür in den nächsten zwei, drei Jahren in Deizisau, dem Fertigungsstandort der Etikettiermaschinen, auch kräftig investieren“, sagt Herma Geschäftsführer Sven Schneller. Das betreffe dann z. B. den Ausbau der Fertigungsfläche, aber auch die Neustrukturierung ganzer Fertigungsabläufe.

„Herma hat eine technologieführende Stellung bei Etikettierern und einen glänzenden Ruf bei Anwendern“, ergänzt Martin Kühl, Leiter des Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen. „Aber über den künftigen Erfolg insbesondere auch in internationalen Märkten entscheidet nicht mehr allein die Produktexzellenz.“ Mindestens ebenso wichtig seien inzwischen Prozess- und Fertigungsexzellenz, v. a. in Verbindung mit stark wachsenden Stückzahlen. Die neue Fertigung solle branchenweit einen neuen Standard im Bereich Effizienz setzen.

„Um unser Ziel zu erreichen, wollen wir über unser eigenes Spezialgebiet hinausschauen und tiefgehendes Wissen um die Produkttechnologie weiter anreichern“, so Kühl weiter. „Als schlank aufgestellter Mittelständler haben wir vorher intensiv recherchiert, wer von außen am besten branchenübergreifende Kompetenz und sehr praxisnahes, sofort anwendbares Know-how beisteuern kann.“ Deshalb wurden schon 2013 Spezialisten der Managementberatung Porsche Consulting beauftragt, den Geschäftsbereich bei der Optimierung der Fertigungsprozesse zu unterstützen, z. B. mit der Einführung einer Fließmontage. „Nach Abschluss der ersten Projekte sind wir positiv überrascht von den schnellen, spürbaren Erfolgen mit Porsche Consulting. Die nächsten Meilensteine haben wir schon ins Visier genommen“, sagt Kühl. Die messbaren Resultate kommen nicht von ungefähr, bestätigt Till Friedrich, Partner bei Porsche Consulting: „Die Herma Mitarbeiter verfügen über umfassendes Produkt-Knowhow. Und sie sind hochmotiviert, gemeinsam mit unseren praxiserfahrenen Beratern die Prozessabläufe noch besser zu organisieren.“

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BU: Das Unternehmen will den Umsatz mit Etikettierern und Etikettieranlagen in den nächsten sechs Jahren verdoppeln. „Aber über den künftigen Erfolg entscheidet nicht mehr allein die Produktexzellenz, sondern immer mehr auch die Fertigungsexzellenz“, sagt Martin Kühl, Leiter des Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen.

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