Herma
Millionen-Investitionen für Spezialitäten

02.06.2015 Rund fünf Millionen Euro hat der Haftmaterialspezialist Herma jetzt in Fertigungsanlagen und -prozesse für Spezialmaterialien investiert. „Wir können damit ab sofort auch spezielle Haftmaterialien mit extrem geringen Toleranzen beschichten, haben eine ausgezeichnete Stabilität bei höheren Klebstoffgrammaturen und eine exzellente Reproduzierbarkeit selbst über Jahre hinweg“, erläutert Herma Geschäftsführer Dr. Thomas Baumgärtner.

© Foto: Herma
Außerdem ermöglichen diese Investitionen, die aktuell eine Beschichtungsanlage und eine komplett neuinstallierte Schneidemaschine betreffen, nun auch bei Spezialmaterialien sehr vielfältige Haftverbundkonstruktionen wie zum Beispiel beidseitig klebende Materialien. „Für Druckereien sind Spezialetiketten ein sehr lukratives Geschäft – zum Beispiel wenn Clear on Clear-Verbunde besonders hitzebeständig sein sollen etwa für Elektrogeräte“ so Dr. Baumgärtner. „Der Drucker muss sich dazu absolut auf das eingesetzte Haftmaterial verlassen können. Herma steht auch in diesem Punkt für ein umfassendes Qualitätsversprechen.“

Geringste Toleranzen

Um die Fertigung von Spezialmaterialien zu optimieren, hat Herma eine bestehende Beschichtungsanlage für UV-Acrylathaftkleber zusätzlich mit einer speziellen, äußerst präzise dosierbaren Rollstabdüse ausgerüstet. „Bei einem Klebstoffauftrag von 20 g/m2 erzielen wir auf diese Weise Toleranzen von ± 1 g/m2. Das ist ein sensationeller Wert“, sagt Herma Entwicklungschef Dr. Uli Nägele. Geringe Toleranzen sind gerade bei Spezialmaterialien ein entscheidendes Kriterium, um später die sichere Funktion des Etiketts zu gewährleisten. Selbst bei einem Klebstoffauftrag von 40 g/m2 liegen die Herma Toleranzen lediglich bei ± 2 g/m2. „Das versetzt uns in die Lage, ganz neue Anwendungsfelder zu bedienen, bei denen Haftkleber mit hohen Grammaturen zwingend notwendig sind, zum Beispiel für Etiketten, die auf rauen oder schwierigen Untergründen haften müssen, etwa auf Kunststofffässern oder Reifen“, so Dr. Nägele weiter. Die Rollstabdüse sorgt daneben für ein glasklares und spiegelglattes Beschichtungsbild – damit wird unter anderem auch ein Bedrucken des Klebstoffs in hoher Qualität möglich.

Kürzere Lieferzeiten

Um die neuen Möglichkeiten bei Haftmaterial-Spezialitäten optimal ausschöpfen zu können, investierte Herma zusätzlich in eine neue Schneidemaschine. „Sie wurde so ausgelegt, dass wir alle Vorteile auch in diesem Fertigungsschritt optimal nutzen können, so etwa im Hinblick auf dickere Haftverbunde, vielfältigere Haftmaterialkonstruktionen und vor allem auch ein sehr schnelles und exaktes Schneiden, selbst bei Produkten, die auf sich selbst gewickelt sind“, sagt Geschäftsführer Dr. Baumgärtner. Gerade bei den mitunter sehr empfindlichen Spezialmaterialien ist der Schneidevorgang anspruchsvoll. „Es war uns jedoch wichtig, nicht in einzelne Maschinen zu investieren. Das Ziel lautete, den ganzen Prozess zu optimieren, so dass nicht nur die Spezialprodukte an sich mehr Möglichkeiten eröffnen, sondern zum Beispiel auch in kürzerer Zeit geliefert werden können.“ Vor diesem Hintergrund hatte Herma bereits im Sommer letzten Jahres einen Millionenbetrag in eine neue UV-Trocknungs¬anlage investiert und ein komplexes Softwaresystem installiert, das eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Produktionsparameter sicherstellt.


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BU: Investitionen für Spezialitäten bei Haftmaterialien: Ein Auftragswerk mit einer hochpräzisen Rollstabdüse ermöglicht es Herma, neue Anwendungsfelder zu bedienen.

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